SIKO Gegenaktionen München

Meldungen

Reinhard Mey & Freunde – Nein, meine Söhne geb ich nicht

No to NATO - So, 09/05/2021 - 08:56
https://youtu.be/1q-Ga3myTP4

Nur Vasallen lassen sich so behandeln

Lebenshaus-Newsletter - So, 09/05/2021 - 06:05
Afghanistan: Der Truppenabzug unter US-amerikanischer Leitung gleicht mehr einer Flucht als einem geordneten Rückzug. Von Lutz Herden.... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

2021/05/14 zoom webinar 10h CEST (UTC+2)Asean Europe People’s Forum 13

No to NATO - Sa, 08/05/2021 - 22:51
https://aepf.info/aepf-13-programme

2021/05/11 Düsseldorf, Germany 11 UhrRheinmetall entrüsten!

No to NATO - Sa, 08/05/2021 - 22:22
11. Mai 2021 – 11:00 Uhr, Rheinmetallplatz 1, 40476 Düsseldorf Rheinmetall entrüsten! PROTEST-AKTION anlässlich der Hauptversammlung von Rheinmetall   Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG treffen sich am 11. Mai zu ihrer virtuellen Hauptversammlung.   Die Rüstungssparte des multinationalen Konzerns feiert Rekord um Rekord – so auch im Coronajahr 2020. Mit Kanonen, Munition, Bomben, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen explodierten die Steigerungszahlen auf breiter Front (jeweils im Vergleich zu 2019):   „Rheinmetall Defence“ verzeichnete den höchsten Umsatz (3,72 Mrd. Euro, + … Continue reading →

2021/07/08+09 Kaiserslautern, Germany5th International Congress „No to Mili­ta­ry Ba­ses and War”

No to NATO - Sa, 08/05/2021 - 20:01
NO 5th International Congress „No to Military Bases and War – Everywhere – International Commitment to Peace & Disarmament” Introductory Text In a time of growing confrontation and threat of war, centrally triggered by NATO’s policy against Russia and China, military bases are becoming increasingly important for operational planning, execution and the preparation of military actions. The number of military bases – even smaller ones – in the world is increasing, new states are planning bases, and drone warfare is … Continue reading →

8. Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung von Faschismus und Völkermord

Lebenshaus-Newsletter - Sa, 08/05/2021 - 11:28
Für Attac Deutschland ist der 8. Mai ein Tag der Befreiung und ein wichtiges Datum der Erinnerung an die vielen... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Protestantismus und Erster Weltkrieg

Lebenshaus-Newsletter - Sa, 08/05/2021 - 04:16
Die Kriegsreligion eines "deutschen Gottes" steigert sich schon 1914-1918 im protestantischen Staatskirchentum zu einem Wahngebilde, das mit Jesus von Nazareth... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Kein Lockdown für Militärs (II)

German Foreign Policy - Fr, 07/05/2021 - 22:23

"Wie in der Normandie"

Mit einer Landeübung ist am Dienstag die Hauptphase des US-Manövers Defender Europe 21 offiziell gestartet worden. Im Rahmen der Übung wurden rund 1.000 US-Militärfahrzeuge, die in den Vereinigten Staaten auf ein Transportschiff verladen worden waren, an Land gebracht. Das Besondere daran war, dass das Transportschiff nicht, wie üblich, in einen Hafen einlief und die Fahrzeuge dort ganz einfach von Bord rollten. Die US-Streitkräfte hatten für den offiziellen Start von Defender Europe 21 Albanien bzw. dessen größten Hafen Durrës nahe der Hauptstadt Tirana ausgewählt. Der Hafen ist allerdings, wie US-Militärs berichten, nicht groß genug für das US-Transportschiff, weshalb die Fahrzeuge zunächst auf kleinere Schiffe zwischenverladen und von diesen zu einem improvisierten Umschlagplatz gebracht wurden.[1] Das für Manöver durchaus ungewöhnliche Vorgehen sei gewählt worden, um das Anlanden in feindlicher Umgebung zu trainieren, wird berichtet. Laut General Tod Wolters, dem Oberbefehlshaber des U.S. European Command, ist eine derartige Übung in einem solchen Maßstab seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr durchgeführt worden; Wolters erinnert explizit an die Landeoperationen der Alliierten in Sizilien und in der Normandie.

Zugang nach Südosteuropa

Die Landeübung und die folgenden Trainingsmaßnahmen in Albanien haben für die US-Militärs wie auch für die südosteuropäischen Manöverteilnehmer spezielle Bedeutung. Zum einen geht es darum, die albanischen Streitkräfte umfassender in die Bündniskooperation zu integrieren: Das Land gehört der NATO erst seit dem Jahr 2009 an; daher sind gemeinsame Operationen mit den westlichen Verbündeten noch keine langjährig eingeübte Routine. Zugleich kann mit Defender Europe 21 die albanische Infrastruktur auf NATO-Kompatibilität getestet werden; frühere Kriegsübungen in Ost- und Südosteuropa haben immer wieder bestätigt, dass etwa Straßen oder Brücken noch nicht an die Standards des westlichen Bündnisses angepasst sind. Albanien und insbesondere der Hafen Durrës besitzen dabei US-Militärs zufolge große Bedeutung: Sie bieten auswärtigen Streitkräften herausragenden Zugang in die Region.[2] Dabei wird das Manöver nun ausgeweitet; von heute an sollen, wie berichtet wird, US-Soldaten auch in Tirana und in der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, Sarajevo, eintreffen. Die US-Streitkräfte vermelden darüber hinaus die Ankunft sowie die Entladung von Kriegsschiffen in Kroatiens Hafenstadt Zadar. Ihre Teilnahme bestätigt haben nicht zuletzt die Streitkräfte des illegal von Serbien abgespaltenen Kosovo.

Serbiens Russland-Kooperation

Das einzige Land Südosteuropas, das sich nicht an Defender Europe 21 beteiligt ist Serbien. Die Bedeutung dieser Tatsache ergibt sich daraus, dass Serbien rüstungs- und militärpolitisch auch mit Russland kooperiert. So kauft Belgrad in nennenswertem Maß russische Waffen und hat zuletzt etwa das russische Flugabwehrsystem Pantsir-S1 erworben.[3] Darüber hinaus hat Serbien zwar, seit es im Jahr 2006 dem "Partnership for Peace"-Programm der NATO beitrat, mehr als 150 gemeinsame Übungen mit dem westlichen Kriegsbündnis abgehalten; es führt mittlerweile aber in wachsendem Maß auch gemeinsame Manöver mit Russland durch. So nimmt es immer wieder an Kriegsübungen teil, die Russland und Belarus jährlich unter der Bezeichnung "Slawische Bruderschaft" abhalten; die Übung hat in der Vergangenheit sogar auf serbischem Hoheitsgebiet stattgefunden. Bereits seit 2013 hat es zudem Beobachterstatus bei der "Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit" (OVKS), einem von Russland geführten Militärbündnis, dem neben Belarus auch Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan angehören.[4]

"Demonstration unseres Willens"

Kreist Defender Europe 21 Serbien faktisch ein, so finden einzelne Teilmanöver auch jenseits des diesjährigen Übungsschwerpunkts in Südosteuropa statt - so etwa im Baltikum in großer Nähe zur russischen Grenze. So sind umfangreiche Bestände aus einem Materiallager der US-Streitkräfte in Eygelshoven (Niederlande) nach Estland gebracht worden; das Lager in Eygelshoven (Army Prepositioned Stock, APS) dient dazu, Kriegsgerät in Europa verfügbar zu halten, um im Ernstfall nicht auf den langwierigen Transport über den Atlantik angewiesen zu sein. In Estland sind die ersten Schießübungen schon in den vergangenen Tagen durchgeführt worden - als "Demonstration des alliierten Zusammenhalts, als Demonstration unseres Willens", wie US-Soldaten bekräftigen, dies unter Verweis darauf, dass Russland das Manöver genauestens beobachtet.[5] Für heute und morgen ist in Estland darüber hinaus eine Übung auf dem Nurmsi Airfield angekündigt, die das Eindringen in feindlich kontrolliertes Gebiet per Luftlandeoperation zum Gegenstand hat.[6] Vom Flugplatz Nurmsi sind es kaum 100 Kilometer Luftlinie bis zur Grenze nach Russland.

Durchmarschgebiet Österreich

Zusätzlich zu den Verlegemaßnahmen aus den Vereinigten Staaten direkt nach Südosteuropa und aus Deutschland ins Baltikum wird auch der Transfer von US-Truppen und -Material aus der NATO-Drehscheibe Deutschland [7] auf südosteuropäische Manöverschauplätze geprobt. So teilte die 12th Combat Aviation Brigade unlängst mit, sie habe innerhalb von nicht einmal zwölf Stunden 17 Flugzeuge von drei verschiedenen Militärbasen in Deutschland auf die Bezmer Air Base nicht weit von Burgas im Südosten Bulgariens verlegt. Dort werde sie an einem Teilmanöver ("Swift Response 21") teilnehmen.[8] Verlegungen auf dem Landweg werden ab dem heutigen Freitag auf österreichischem Territorium durchgeführt. Dabei sollen rund 800 Fahrzeuge mit etwa 2.000 Soldaten in Konvois aus Deutschland in Richtung Slowenien bzw. Ungarn gebracht werden. Dies kann ohne weiteres geschehen, obwohl sich Österreich offiziell nach wie vor der Neutralität verpflichtet sieht: Ein "Truppenaufenthaltsgesetz" aus dem Jahr 2001 gestattet NATO-Transporte, sofern sie zuvor beantragt werden. Ungeachtet seiner Neutralität unterstützt Österreich Defender Europe 21, indem es nicht nur Straßen, sondern auch Kaserneninfrastruktur für die Betankung der US-Fahrzeuge und für Zwischenhalte zur Verfügung stellt.[9]

Botschaften an die Bevölkerung

Militärs legen bei alledem großen Wert auf die Einbindung ziviler Strukturen und der Bevölkerung. Um Defender Europe 21 erfolgreich durchzuführen, müssten die Wirtschaft, die Zivilgesellschaft sowie "die Medien" in den beteiligten Ländern "aktiv beteiligt" werden, erklären zwei Experten vom George C. Marshall European Center for Security Studies.[10] Dies hatte bereits vergangenes Jahr die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) konstatiert. Großmanöver wie Defender Europe seien nicht nur auf die Mitwirkung ziviler Behörden oder etwa der Bahn angewiesen, sondern auch "auf die Akzeptanz der Bevölkerung", urteilte die SWP - dies zum Beispiel, "wenn Autobahnen gesperrt oder öffentliche Räume für die Unterbringung von Soldaten und Gerät dienen müssen". Es gelte deshalb stets, der Bevölkerung "politische Botschaften zu vermitteln".[11]

 

Mehr zum Thema: Kein Lockdown für Militärs.

 

[1] Thomas Gutschker: Ein Manöver, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. faz.net 05.05.2021.

[2] Elizabeth Bryson: Historical Port Offers Strategic Access, DEFENDER-Europe 21. dvidshub.net 05.05.2021.

[3] Russian Pantsyr-S1 systems arrive in Serbia - defense minister. tass.com 22.02.2020.

[4] Maja Zivanovic: Serbia to Host Slavic Brotherhood Military Exercise. balkaninsight.com 13.06.2021.

[5] Todd South: Army fires are at the center of a major NATO exercise - as Russia watches. armytimes.com 06.05.2021.

[6] DEFENDER-Europe 21 in Estonia. ee.usembassy.gov 04.05.2021.

[7] S. dazu Testmobilmachung gen Osten (II).

[8] Robert Fellingham: Germany to Bulgaria in 12 hours: 12th CAB arrives for Swift Response 21. army.mil 05.05.2021.

[9] Österreich genehmigt Truppentransport für US-Großmanöver. wienerzeitung.at 21.04.2021.

[10] Valbona Zeneli, Joseph Vann: Defender Europe 21: A Historic Milestone for the Western Balkans. nationalinterest.org 25.04.2021.

[11] Claudia Major, Dominic Vogel: Verteidigung nach Corona: Die Übung DEFENDER-Europe 20 muss nachgeholt werden. swp-berlin.org 16.04.2020.

2021/05/08 zoom.us webinar 10-12 h CEST (UTC+2)Never Again War! We Need a New Détente Now

No to NATO - Fr, 07/05/2021 - 21:06
Commemorate end of WWII! To commemorate the end of World War II in Europe we invite to the webinar on the 8th of May 2021 at 10:00 am CEST with the title:   Never again! We need a new detente! We all know that World War II brought about one of the biggest disasters of human mankind to the world. The present escalation of military activities around Russia and the information war between West and East reminds us of the … Continue reading →

2021/05/11 zoom.us webinar 1 pm EDT (UTC-4) (USA/Canada)NATO Expansion: An Idea Whose Time Has Gone?

No to NATO - Fr, 07/05/2021 - 20:29
NATO Expansion: An Idea Whose Time Has Gone? Description The Ukrainian government has issued a new request for an Action Plan leading to NATO membership, even as the situation on the ground between Ukrainian and Russian-backed forces in eastern Ukraine has deteriorated badly, as have U.S.-Russian relations. This panel will examine the wisdom of further NATO expansion, ask what should be the correct role of NATO in defending U.S. and European security, and whether NATO ambitions and America’s military role … Continue reading →

What is happening in Colombia?

acTVism - Fr, 07/05/2021 - 19:19

Aufgrund limitierter finanzieller Mittel stehen manche Videos ggf. derzeit nur auf Englisch zur Verfügung. Spenden Sie auf unser Crowdfunding-Projekt, um uns mit der Übersetzung zu unterstützen.)

Der Beitrag What is happening in Colombia? erschien zuerst auf acTVism Munich.

 Ehemalige Geisel antwortet auf Spitzendiplomat, der al-Qaida in Syrien als  US-“Asset” bezeichnet

acTVism - Fr, 07/05/2021 - 12:26

In der redaktionellen Auswahl dieser Woche haben wir ein Video mit der ehemaligen Al-Qaida-Geisel und Journalistin Lindsey Snell ausgewählt.

Der Beitrag  Ehemalige Geisel antwortet auf Spitzendiplomat, der al-Qaida in Syrien als  US-“Asset” bezeichnet erschien zuerst auf acTVism Munich.

"Bill Gates will dem Klimawandel mit Schein-Lösungen beikommen"

Lebenshaus-Newsletter - Fr, 07/05/2021 - 10:42
Die Nicht-Regierungsorganisation Navdanya International kritisiert die Technologie-Fixierung auf Kosten naturnaher Landwirtschaft und gesunder Ernährung. Sie setzt sich seit Jahren dafür ein, dass... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Gemeinsam gegen China

German Foreign Policy - Do, 06/05/2021 - 22:01

"Die Ordnung verteidigen"

Schwerpunkt des gestern zu Ende gegangenen Treffens der G7-Außenminister waren engere Absprachen für ein gemeinsames Vorgehen gegen China. Bereits vorab hatte US-Außenminister Antony Blinken erklärt, es gehe darum, das aktuelle Weltsystem - es ist noch überwiegend von den westlichen Mächte geprägt - "aufrechtzuerhalten"; sollte ein Staat wie etwa China dieses System in Frage stellen - Blinken umschrieb es als "auf internationalen Regeln basierende Ordnung" -, dann "werden wir aufstehen und die Ordnung verteidigen".[1] Blinkens deutscher Amtskollege Heiko Maas plädierte dafür, zur Verteidigung der "regelbasierten Ordnung" noch umfassender als bisher das Thema "Menschenrechte" zu nutzen: "Fragen der Menschenrechte und der Freiheitsrechte müssen größeren Raum bekommen, wenn es um China geht". Mit Blick auf die G7 erklärte Maas, man könne "Anliegen wie Menschenrechte oder Pressefreiheit gegenüber einem Land wie China viel stärker machen ..., wenn wir das gemeinsam tun". In der gestrigen Abschlusserklärung der G7-Außenminister heißt es entsprechend, man rufe die Volksrepublik auf, "Menschenrechte und grundlegende Freiheiten zu achten"; dies gelte insbesondere für die Autonomen Regionen Xinjiang und Tibet sowie für die Sonderverwaltungszone Hongkong.[2]

Verbündete gegen China

Um im Machtkampf gegen China Verbündete enger an sich zu binden, fand das Londoner Treffen der G7-Außenminister in erweitertem Format statt. Angereist waren Delegationen aus Indien, Australien und Südkorea; Vertreter dieser drei Staaten sind außerdem zum G7-Gipfel vom 11. bis zum 13. Juni in Cornwall eingeladen. Damit waren in London alle vier Mitglieder des "Quad"-Formats ("Quadrilateral Security Dialogue") präsent (USA, Japan, Australien, Indien), das sich in der Asien-Pazifik-Region systematisch gegen China in Stellung bringt, gemeinsame militärische Manöver inklusive.[3] Die Überschneidung erleichtert es, die Politik des Quad mit derjenigen der G7 zu verzahnen. Am Treffen der G7-Außenminister nahmen zudem Vertreter Südafrikas sowie Brunei Darussalams teil. Brunei hat derzeit den Vorsitz in dem südostasiatischen Staatenbund ASEAN inne und war in dieser Funktion in die britische Hauptstadt eingeladen worden. An einer engeren Zusammenarbeit mit ASEAN sind die G7 besonders interessiert, weil China in allen Mitgliedstaaten des Bündnisses wirtschaftlich starken Einfluss hat und ASEAN sich nicht zuletzt deshalb nach Kräften weigert, sich im Machtkampf des Westens gegen Beijing auf die Seite der Staaten Europas und Nordamerikas zu schlagen.[4]

"Angebote zur Zusammenarbeit"

Zu den Vorhaben, auf die sich die G7-Außenminister in London einigten, gehört es, in Zukunft stärkere Tätigkeiten als bisher in den ärmeren Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südosteuropas zu entfalten. In vielen dieser Länder, die jahre-, teils jahrzehntelang vom Westen vernachlässigt wurden, hat China in den vergangenen Jahren spürbar an Einfluss gewonnen. Als Beispiele können diverse Länder Afrikas dienen, in denen die Volksrepublik beispielsweise den Auf- und Ausbau der Infrastruktur unterstützt [5], oder auch Staaten wie Serbien, wo chinesische Konzerne etwa die Bahnstrecke aus Belgrad nach Budapest ausbauen und in die Industrie investieren [6]. "Wir wollen uns viel intensiver damit auseinandersetzen", sagte Maas, "inwieweit China seine wirtschaftliche Macht nutzt, um seinen geostrategischen Einfluss überall auf der Welt auszudehnen": "Dem wollen wir etwas entgegensetzen." So wolle man Ländern, in denen die Volksrepublik zuletzt größeren Einfluss gewonnen habe, "Angebote zur Zusammenarbeit" machen.[7] Was dies konkret bedeuten soll, blieb offen. Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren diverse Einflussinitiativen etwa in Afrika oder auch in Südosteuropa gestartet (german-foreign-policy.com berichtete [8]), freilich ohne dabei nennenswerte Fortschritte zu erzielen.

Keine Patentfreigabe

Darüber hinaus kündigten die G7-Außenminister an, den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie stärker zu unterstützen. Dazu wollen die G7-Staaten enger mit Impfstoffproduzenten kooperieren. Konkrete Zusagen, wie die globale Vakzinherstellung ausgeweitet werden soll, um vor allem auch ärmeren Staaten die dringend nötigen Impfkampagnen zu ermöglichen, blieben jedoch aus; insbesondere weigerten sich die G7-Minister - darunter Heiko Maas - erneut, die Impfstoffpatente zumindest für die Dauer der Pandemie freizugeben. Schätzungen zufolge werden aktuell nicht einmal 50 Prozent aller weltweit verfügbaren Kapazitäten für die Impfstoffherstellung genutzt, da die Vakzine patentgeschützt bleiben, um einigen wenigen Pharmakonzernen, darunter BioNTech und Pfizer [9], hohe Profite zu ermöglichen. Bis vor kurzem hatte Indien, wo mehrere große Impfstoffhersteller angesiedelt sind, Vakzindosen in großer Zahl an ärmere Länder verkauft - mit dem erklärten Ziel, dort dem ebenfalls Impfstoffe liefernden China das Wasser abzugraben. Dafür hatte es auch die Unterstützung des Quad-Bündnisses erhalten. Da Indien aber nun selbst in der zweiten Welle der Pandemie versinkt, hat New Delhi Impfstoffexporte untersagt; die bislang von Indien belieferten Länder erhalten nun, sofern China und Russland nicht einspringen, keinen Nachschub mehr.

"Negativ, bösartig, heimtückisch"

Nicht zuletzt haben die G7-Außenminister scharf gegen Moskau Position bezogen. Sie seien "zutiefst besorgt", das "negative Muster von Russlands unverantwortlichem und destabilisierendem Verhalten" könne andauern, heißt es in der Abschlusserklärung; kritisiert werden neben russischen Truppenbewegungen auf russischem Territorium nicht näher präzisierte "bösartige Aktivitäten", die darauf zielten, "die demokratischen Systeme anderer Länder zu unterminieren", darüber hinaus "heimtückische Cyberaktivitäten und der Gebrauch von Desinformation".[10] Die G7 würden ihre "kollektiven Fähigkeiten und diejenigen unserer Partner stärken, um dem russischen Verhalten, das die regelbasierte internationale Ordnung bedroht, entgegenzutreten und es abzuschrecken". Zudem wenden sich die G7-Außenminister in einer separaten Erklärung explizit gegen "Desinformation", "Wahleinmischung" und die "Beeinträchtigung grundlegender Freiheiten und Menschenrechte".[11] Die Erklärung ist erkennbar auf Russland gemünzt und lässt sich als Grundlage für künftige Aggressionen gegen Moskau nutzen.

 

[1] G7 melden sich mit Kampfansage an China zurück. n-tv.de 04.05.2021.

[2] G7 Foreign and Development Ministers' Meeting Communiqué. London, May 5, 2021.

[3] S. dazu Manöver in Ostasien.

[4] S. auch Deutschland im Indo-Pazifik (V).

[5] S. auch Einflusskampf um Afrika (II).

[6] S. dazu Die Impfstoffdiplomatie der EU.

[7] G7 melden sich mit Kampfansage an China zurück. n-tv.de 04.05.2021.

[8] S. dazu Einflusskampf um Afrika und Aufholjagd in Afrika.

[9] S. dazu Sauerstoffgeräte statt Impfstoffpatente.

[10] G7 Foreign and Development Ministers' Meeting Communiqué. London, May 5, 2021.

[11] Defending Democracy from Foreign Threats and Championing Shared Values. London, May 5, 2021.

Webinar discussion about the dangerous US/NATO/Russia/Ukraine maneuvers. 2021/05/05 (Video)

No to NATO - Do, 06/05/2021 - 21:58
What is going on?? And how dangerous is the situation? Speakers are Bruce Gagnon, Elizabeth Murray, Yuri Sheliazhenkol, Reiner Braun  Events in the U.S./NATO/Ukraine challenge to Russia have been moving at a frenetic pace. Ukraine increased deployment of military troops to the eastern provinces on the border of Donbass. Russia predictably responded by mobilizing a large part of its military to meet the Ukraine threat. In another incident, the US publicized two U.S. warships heading into the Black Sea; … Continue reading →

Webinar NATO is weaponizing the UN resolution 1325* women, peace, and security (WPS) 2021/04/25 (Video)

No to NATO - Do, 06/05/2021 - 20:35
Women Against NATO Network Meeting with Kristine Karch, Rae Street and Tamara Lorincz The following speakers will give us a short input and afterwards will have a discussion, with the aim to strengthen our activities against the war machine NATO. Kristine Karch, Co-chair of the international No to war – no to NATO, Germany, will open the webinar and inform about the No to Nato network and the Women Against NATO network. Rae Street, Campaign for Nuclear Disarmament (CND), Manchester, … Continue reading →

"Freiheit herrscht nicht" - Fragen an Moshe Zuckermann zum 100. Geburtstag von Erich Fried

Lebenshaus-Newsletter - Do, 06/05/2021 - 19:36
Am 6. Mai 2021 jährt sich der 100. Geburtstag von Erich Fried. Er galt in der Bundesrepublik als Ikone der... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Palästina: Blockierte Souveränität

Lebenshaus-Newsletter - Do, 06/05/2021 - 18:56
Die Wahlabsage ist verständlich. Was ist die Gesetzgebung wert, wenn der Gesetzgeber als nicht legitim erachtet wird? Von Sabine Kebir.... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Globale Ökonomie, Militarisierung und Nachhaltigkeit

IMI Tübingen - Do, 06/05/2021 - 15:55
Im PDF finden sich noch mehrere erklärende Grafiken, die in der HTML-Variane nicht enthalten sind. Im Mai 2010 erfolgte der Rücktritt des damaligen Bundespräsidenten Köhler nach negativen Reaktionen auf eine unbedachte Äußerung. Er hatte sich nach einem kurzen Zwischenstopp in (…)

Read the rest of this entry »

"Der Christ steht mehr über als in dem Staate"

Lebenshaus-Newsletter - Do, 06/05/2021 - 15:38
Zu Beginn des 1. Weltkrieges beteiligte sich Pater Franziskus Maria Stratmann (1883-1971) noch an der theologischen Textproduktion zur Stärkung des... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Seiten

Subscribe to sicherheitskonferenz.de Aggregator