SIKO Gegenaktionen München

Meldungen (Feeds)

Zombie NATO Is Obsolete; Militarists Try To Revive It Through Expanded Targets

No to NATO - Πέμ, 26/12/2019 - 11:02
  Zombie NATO Is Obsolete; Militarists Try To Revive It Through Expanded Targets … Continue reading →

Rudi Dutschke (1940-1979) Teil I: Der Mensch

Lebenshaus-Newsletter - Πέμ, 26/12/2019 - 05:01
Es ist vielleicht kein reiner Zufall, dass zwei bedeutende Ereignisse in der deutschen Nachkriegsgeschichte von Menschen beeinflusst und bestimmt wurden,... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

ANTI-SIKO-DEMO

BIFA München - Τετ, 25/12/2019 - 18:18
Sam., 15. Feb. 20, 13:00 Uhr


Demonstration und Protest-Kette gegen die NATO-Kriegstagung

zum Aufruf (sicherheitskonferenz.de)

Vorprogramm ... 13:00 Uhr Auftaktkundgebung Stachus/Karlsplatz ... Uhr Umzingelung des Tagungsortes der NATO-Kriegs-Strategen Demonstration - über Lenbachplatz, Platz der Opfer des Nationalsozialismus - Odeonsplatz - zum Marienplatz
Protest-Kette - über Neuhauser Str. - Kaufingerstr. - zum Marienplatz ... Uhr Schlußkundgebung - Marienplatz wird natürlich alles noch entsprechend ausführlicher ...

RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit Prof. Noam Chomsky

acTVism - Τετ, 25/12/2019 - 14:36

Gegen Ende des Jahres werden wir unsere spannendsten und informativsten Videos, die wir von 2014 bis 2019 produziert haben, zusammenstellen. Heute präsentieren wir unsere Videokompilation mit Noam Chomsky.

Der Beitrag RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit Prof. Noam Chomsky erschien zuerst auf acTVism Munich.

150 Jahre nach Gandhis Geburt muss Widerstand gegen das autoritäre Regierungssystem geleistet werden

Lebenshaus-Newsletter - Τετ, 25/12/2019 - 12:50
Wenn wir Gandhis Vermächtnis feiern, müssen wir uns solidarisch gegen die fortschreitende Unterdrückung in Kaschmir und Manipur wenden. Von Matt... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit NSA-Whistleblower Edward Snowden

acTVism - Τρί, 24/12/2019 - 11:18

Gegen Ende des Jahres werden wir unsere spannendsten und informativsten Interviews, die wir von 2014 bis 2019 geführt haben, zusammenstellen. Heute präsentieren wir unsere Videokompilation mit und über Edward Snowden.

Der Beitrag RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit NSA-Whistleblower Edward Snowden erschien zuerst auf acTVism Munich.

Ende der Straflosigkeit für Kriegsverbrechen in Palästina in Sicht

Lebenshaus-Newsletter - Τρί, 24/12/2019 - 06:52
Der Internationale Strafgerichtshof hat Ermittlungen zur Lage in den Palästinensergebieten angekündigt. Die Untersuchung soll sich auf mögliche Kriegsverbrechen erstrecken und... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Redaktionspause

German Foreign Policy - Δευ, 23/12/2019 - 23:45
Liebe Leserinnen, liebe Leser, german-foreign-policy.com beginnt die diesjährige Weihnachtspause. Ab dem 6. Januar 2020 liefern wir wieder in gewohnter Regelmäßigkeit Informationen und Hintergründe zur deutschen Außenpolitik. Bitte greifen Sie bis dahin auf unser Archiv zurück. - Die Redaktion

DEFENDER-Europe 20

No to NATO - Δευ, 23/12/2019 - 21:24
If you are interessed in official information abour DEfender 2020, here the link to the website of the US Army Europe. https://www.eur.army.mil/DefenderEurope/ Here you can find the DEFENDER-Europe 20 Fact Sheet https://www.eur.army.mil/Portals/19/documents/DEFENDEREurope/DEFENDEREurope20Factsheet191216.pdf … Continue reading →

NATO Summit and 2020 planned Aggression

No to NATO - Δευ, 23/12/2019 - 21:14
By Peter Koenig, December 12, 2019 https://www.globalresearch.ca/nato-summit-2020-planned-aggression/5697496   ” […] President Macron has undoubtedly succeeded in getting himself talked about before the summit and he has obtained that is indicated in the joint statement the opening of a group of “prospective reflection” on the strategy of the Atlantic Alliance; in fact, France will remain in NATO an unconditional ally of the strategies decided in Washington. The pacifist counter-summit decided to intensify its actions in 2020 to denounce NATO as a factor … Continue reading →

Stellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. zur Kündigung der Geschäftsbeziehung durch die Bank für Sozialwirtschaft

Lebenshaus-Newsletter - Δευ, 23/12/2019 - 05:46
Die Jüdische Stimme weigerte sich in all diesen Jahren trotz Kündigungsdrohungen durch die Bank und deren wiederholtem Vollzug, sich öffentlich... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

US-Sanktionen wegen Nord Stream 2: Vorgeschobene Bedenken

Lebenshaus-Newsletter - Δευ, 23/12/2019 - 05:10
Die Bedenken der USA wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 sind nicht stichhaltig. Tatsächlich will die Trump-Administration nur Fracking-Gas verkaufen.... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Die komplette acTVism-Videoserie mit Prof. Dr. Rainer Mausfeld

acTVism - Δευ, 23/12/2019 - 01:26

Gegen Ende des Jahres werden wir unsere spannendsten und informativsten Interviews, die wir von 2014 bis 2019 geführt haben, zusammenstellen. Heute präsentieren wir Ihnen unsere Videokompilation mit Prof. Dr. Rainer Mausfeld.

Der Beitrag Die komplette acTVism-Videoserie mit Prof. Dr. Rainer Mausfeld erschien zuerst auf acTVism Munich.

Antikriegs-Kongress 2020

www.antisiko.de - Κυρ, 22/12/2019 - 22:07

Samstag, 1. Februar, 11:00 bis 21:00 Uhr im DGB-Haus – München

Auf dem Weg zur Weltmacht – Deutschlands globale Interessen und Machtansprüche

Veranstalter:
Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz
in Kooperation mit der GEW-München

Programm 11:00 – 18:00 Uhr
  1. Dr. Werner Ruf (Professor für Internationale Beziehungen)
    Die Rückkehr Deutschlands auf der Weltbühne. Deutschlands „Neue Macht und neue Verantwortung“. Die Achse Berlin-Paris und die Militärmacht EU.
    30 Min. Referat – Diskussion
  2. Karin Leukefeld (Nahost-Korrespondentin)
    Regime Change, Sanktionen und Handelsblockaden – Teil der globalen Kriegsführung.
    30 Min. Referat – Diskussion
  3. Lühr Henken (Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag)
    Die Explosion der Militärausgaben Deutschland, die deutsch-französischen Großwaffenprogramme und Rüstungsexporte.
    30 Min. Referat – Diskussion
  4. Jacqueline Andres (IMI-Informationsstelle Militarisierung, Tübingen)
    Der Krieg gegen die Flüchtlinge. Die Abschottung Deutschlands und der EU, der Flüchtlingsdeal mit der Türkei und die Migrationsabwehr in Afrika.
    30 Min. Referat – Diskussion
Abschlussveranstaltung 19:00 – 21:00 Uhr
  • Alternativen und Widerstand zu Aufrüstung und Krieg
  • Podiumsdiskussion mit den Referenten und Aktivisten aus der Antikriegsbewegung

Jemen – ein Krieg mit Waffen auch aus Deutschland

www.antisiko.de - Κυρ, 22/12/2019 - 21:58

Der seit fünf Jahren andauernde Krieg im Jemen hat nach Angaben der UNO zur „weltweit schlimmsten humanitären Katastrophe“ geführt. Mehr als 10 Millionen Menschen sind von akuter Hungersnot bedroht, Tausende an Cholera gestorben. Die saudische Seeblockade behindert wichtige Hilfslieferungen von Lebensmitteln und Medikamenten, auf die die Menschen angewiesen sind. Trotz der verheerenden saudischen Luftangriffe auf Krankenhäuser und Schulen und dem unvorstellbaren Leid der Zivilbevölkerung gehört Saudi-Arabien und seine Kriegsallianz zu den wichtigsten Empfängern von Rüstungsexporten aus den NATO-Staaten. Der größte Waffenlieferant der Saudis sind die USA, doch auch deutsche Rüstungskonzerne beliefern die saudisch geführte Kriegskoalition und machen damit Milliardengewinne.

Mehr Infos: https://www.initiative-jemen.de

Wir bitten um Spenden für den Förderverein „Aktion Jemenhilfe e.V.“

Der Förderverein unterhält das Krankenhausprojekt „Mustashfa Al Mihlaf“ für die bedürftige Bevölkerung in den Berge von Al Barazza, in einer der ärmsten Regionen Jemens, ca. 35 km nordwestlich von Taiz. Der Verein ist als gemeinnützig im Sinne der Entwicklungshilfe anerkannt.

Mehr Infos: http://www.jemenhilfe-deutschland.de

Spendenkonto:
Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V.
IBAN: DE23 7209 0000 0005 5821 05
BIC: GENODEF1AUB

Nein zu NATO-Kriegsmanövern – ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung

No to NATO - Κυρ, 22/12/2019 - 18:53
NEIN zum NATO -Kriegsmanöver Defender 2020 Im April und Mai 2020 plant die NATO mit DEFENDER (Verteidiger!) 2020 eines der größten Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Mit insgesamt 37 000 Soldatinnen und Soldaten aus 16 NATO-Staaten sowie aus Finnland und Georgien wird eine neue Dimension militärischer Aktivitäten erreicht. Bis zu 20000 US- GIs mit entsprechendem schweren Gerät werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist … Continue reading →

2020/04/26 Büchel, GermanyMenschen-Kettenreaktion: Atombomben weg – Verbotsvertrag her!

No to NATO - Κυρ, 22/12/2019 - 17:48
(geplant) Menschen-Kettenreaktion: Atombomben weg – Verbotsvertrag her! In 2020: 75 Jahre Hiroshima und Nagasaki, 60 Jahre Ostermarsch in der BRD „Kampf dem Atomtod“, 50 Jahre nuklearer Nichtverbreitungsvertrag und 10 Jahre Ostermarsch in Büchel! An alle Friedens- und Umweltgruppen, Menschen verschiedener Organisationen der bundesweiten Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt untersuchen momentan die Möglichkeit einer Menschenkette am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel. Die Menschenkette soll vom Dorfkern Büchel zum Haupttor des Bundeswehr-Fliegerhorstes Büchel formiert werden, auf dem Fahrradweg entlang der Bundesstraße (ca. 3,7 km). Hierfür … Continue reading →

RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit Abby Martin

acTVism - Κυρ, 22/12/2019 - 16:20

Gegen Ende des Jahres werden wir unsere spannendsten und informativsten Interviews, die wir von 2014 bis 2019 geführt haben, zusammenstellen. Heute präsentieren wir Ihnen unsere Videokompilation mit Abby Martin.

Der Beitrag RÜCKBLICK: Die komplette acTVism-Videoserie mit Abby Martin erschien zuerst auf acTVism Munich.

Fest der Familie steht bevor - kein Fest für getrennte Flüchtlingsfamilien

Lebenshaus-Newsletter - Κυρ, 22/12/2019 - 05:08
PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen fordern, dass Flüchtlingsfamilien nicht länger getrennt werden und in Deutschland Schutz und Sicherheit finden.... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Klimakonferenz in Madrid gescheitert – neue Ansätze in der Klimapolitik notwendig

ISW München - Σάβ, 21/12/2019 - 21:42
2019 | John Englart, Flickr | CC BY-SA 2.0

Die globalen Treibhausgas-Emissionen steigen und steigen immer weiter an. 25 internationale Klimakonferenzen haben nach dem Rio-Gipfel 1992, bei dem die Klimarahmenkonvention UNFCCC verabschiedet wurde, inzwischen seit 1995 jedes Jahr stattgefunden. Die letzte – 25. UN-Klimakonferenz, COP 25 – ging nach mehr als zwei Wochen am 16.12.2019 praktisch ohne Ergebnis zu Ende.

Es gab 4 wichtige Themen auf dem Klimagipfel. Am Ende wurde, trotz der spektakulären Verlängerung der Konferenz bis Sonntag, in keinem der vier Bereiche ein Fortschritt erzielt. Einige Staaten, wie insbesondere die USA, Brasilien, Australien und Saudi-Arabien, deren Regierungen besonders mit der Kohle-, Öl- oder Agrarlobby verbunden sind, organisierten massiven Widerstand selbst gegen die auch nur vorsichtigen, behutsamen Richtung einer internationalen Klimapolitik. Bei dieser vorhandenen – wohl auch beabsichtigten – Polarisierung in der Haltung gegenüber dem Pariser Klima-Abkommen ließ sich selbst für kleine, vernünftige Schritte in Richtung Klimaschutz kaum ein Konsens finden, zumal alle Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden können. Die USA-Regierung von Trump spielte eine besonders perfide Rolle, zumal sie einen Einfluss des Menschen aufs Klima generell infrage stellt und das Pariser Abkommen zum November im nächsten Jahr ganz gekündigt hat.

  1. Das Ambitionsniveau der freiwilligen Klimaverpflichtungen der jeweiligen Länder

    Eine Schwäche des Pariser Abkommens von 2015 ist, dass nur sogenannte “freiwillige nationale Selbstverpflichtungen“ (“NDC = nationally determined contribution“) zur Treibhausgas-Reduktion der einzelnen Staaten ohne irgendwelche konkreten Vorgaben und Regeln vereinbart wurden. Damals wurde immerhin ein ambitioniertes allgemeines Klimaziel vereinbart, nämlich: Die zukünftig durch menschliche Emissionen verursachte globale Klimaerwärmung sollte deutlich unter 2°C begrenzt bleiben, möglichst unter 1,5°C ! Zu diesem Ziel sollten die NDC´s führen. Da nach übereinstimmenden Abschätzungen verschiedenster Institutionen die bisher vorgelegten NDC´s jedoch bei weitem nicht dafür ausreichend sind, sollten auf der Konferenz in Madrid dazu neue Verpflichtungen bzw. Verfahren erklärt bzw. beraten werden. Dazu kam es aber nicht, im Gegenteil, die Mehrzahl der Länder, die einen stärkeren Klimaschutz wollten, mussten sich gegen die Obstruktionspolitik der sog. „Bremser-Länder“ wehren, damit am Ende nicht eine Erklärung herauskam, die noch hinter das Pariser Abkommen zurückfallen würde. Dies wurde immerhin erreicht, aber auch nicht mehr: Es gab keinerlei Fortschritt im Vergleich zu 2015. D.h. dieser Klimagipfel ist seinem Anspruch „Time for Action“ und den hohen Erwartungen vieler Millionen Menschen rund um den Globus überhaupt nicht gerecht geworden.
  1. Verhandlungen zum Artikel 6 des Paris Agreements – Handel mit Emissionszertifikaten

    Die Idee hinter der Befürwortung eines globalen Handels mit Emissionszertifikaten besteht darin, dass Investoren sog. Klima-Projekte in Ländern des globalen Südens finanzieren. Dafür sollen sie Klima-Zertifikate erhalten, die bei uns verkauft werden können und die dazu dienen sollen, dass sich Firmen/Konzerne im globalen Norden von Verflichtungen zur Emissions-Reduktion “freikaufen“ können. Reale Treibhausgas-Emissionen z.B. aus Kohle Kraftwerken oder aus dem Verkehrssektor müssen nach dieser „Logik“ in der Höhe solcher Zertifikate dann hier nicht reduziert werden. Somit läuft dies also auf einen Handel mit solchen Zertifikaten hinaus. Problematisch dabei ist beispielsweise, dass solche „Klima-Projekte“ in Ländern des globalen Südens oft nur scheinbar Emissionen im angegebenen Umfang reduzieren. Es wurden manchmal schon extra Treibhausgas-Emittenten absichtlich am Leben gehalten, um sie mit so einem Projekt dann “sanieren“ zu können und sich damit Zertifikate zu sichern. Der Hauptzweck besteht also oft nicht darin, Emissionen zu reduzieren, sondern ein neues Geschäftsfeld für Finanzspekulationen zu eröffnen. Wenn also davon gesprochen wird, man wolle in dieser Weise die Privatinitiative einbinden, ist Vorsicht geboten.

    Dem Ganzen wurde in Madrid aber noch die Krone aufgesetzt, indem es sogar Vorschläge gab, Doppelzählungen derartiger Emissionsreduktionen zu erlauben, d.h. in dem Land, in dem das Projekt gemacht und dann auch in dem Land, in dem das Zertifikat gekauft wird. Dadurch würden die Treibhausgas-Messungen bzw. die Statistik durchlöchert und unglaubwürdig. Einige dieser Tricks und Betrügereien sind schon aus dem sog. Clean Development Mechanism (CDM) – und Joint Implementation (JI) – Mechanismus des Kyoto-Protokolls bekannt.

    Eine weitere Forderung in Madrid kam z.B. von Brasilien: Die Unmengen an Zertifikaten, die noch aus dem Kyoto-Prozeß übrig sind, sollen in so ein neues Handelssystem eingebracht werden. Man kann sich vorstellen, dass damit die notwendige reale Emissionsreduzierung in großem Umfang durch Umbuchungen in der Statistik ersetzt werden würde. Zum Glück wurde dies verhindert. Es waren im Übrigen die kleinen Inselstaaten und viele andere Länder des globalen Südens, die sich in Madrid gemeinsam auch mit der EU gegen diese Bestrebungen gewehrt haben. Insofern könnte man sagen, dass ein Erfolg in Madrid gerade darin bestand, dass kein Abkommen vereinbart wurde. Dasselbe Thema steht aber in einem Jahr in Glasgow beim nächsten Klimagipfel wieder auf der Agenda.

  1. Klimabedingte Schäden und Verluste (loss and damage)

    Ein weiterer Streitpunkt in Madrid war die Frage „Loss and damage“, also „Verluste und Schäden“ in verletzlichen, armen Ländern im globalen Süden. Diese Länder forderten schon seit Jahren einen gewissen Ausgleich, wenn sie von Klimakatastrophen getroffen wurden. Die reichen Länder des globalen Nordens scheuen sich aber, dieses Thema nachhaltig und grundsätzlich anzugehen. Schon seit vielen Jahren weigern sie sich weitgehend, ihre Schuld bzw. Verantwortung für den globalen Klimawandel anzuerkennen und dafür bei den schon jetzt auftretenden Katastrophen mit wirksamer Hilfe einzutreten. Auch hier darf man sich von zunächst schönen Zahlen und wohlfeilen Reden – z.B. von unseren Regierungsvertretern. – nicht verwirren lassen. Die Zahlen, um die es dabei eigentlich geht, sind um Dimensionen höher als die, die bei Klimagipfeln bisher als „großzügige Hilfen“ genannt wurden, auch wenn die Bundesregierung Deutschland im Vergleich zu anderen reichen Ländern vergleichsweise großzügig erscheint.

    Gerade auch in dieser Hinsicht sollte die globale Klimabewegung weiter auf dem richtigen internationalen Slogan bestehen: “what do we want? – climate justice….“ eben auch für die Ärmsten in unserer Welt.

  1. Klimafinanzierung generell

    Mit dem Jahr 2020 ist nun das Jahr gekommen, für das schon vor 10 Jahren, beim Klimagipfel in Kopenhagen (COP15), von den entwickelten Ländern versprochen wurde, ab diesem Jahr eine Summe von jährlich 100 Mrd $ zu mobilisieren für Maßnahmen zum Klimaschutz (mitigation) sowie zur Anpassung an die negativen Folgen des Klimawandels (adaptation) in unterentwickelten Ländern des globalen Südens. Aber auch kurz vor 2020 ist es immer noch unklar, wie die Summe überhaupt definiert wird, ob und wie z.B. Kredite und private Investitionen in diese Summe eingerechnet werden und wie diese Summe regulär jährlich aufgebracht werden soll. Insofern ist der Vertrauensverlust und die Ungeduld auf Seiten der unterentwickelten Länder nachvollziehbar. Sie fühlen sich zu Recht betrogen und nicht ernst genommen.

Wie geht es weiter? – Neue Ansätze und Wege in der internationalen Klimapolitik sind notwendig.

Selbst der UN-Generalsekretär António Guterres[1] sagte nach Madrid: „Ich bin enttäuscht von der Konferenz“. Trotz alledem sollte aber der UN-Prozess prinzipiell, gegen die Trumps und Bolsonaros dieser Welt verteidigt werden, die am liebsten eine derartige internationale Organisation völlig wirkungslos und funktionsunfähig machen bzw. austrocknen und boykottieren möchten. Allerdings haben auch wir erhebliche Kritik, denn in Madrid hat sich wieder gezeigt, dass die bisherige Art der Verhandlungen und die Methodik dieses internationalen Klimaprozesses nicht zielführend ist. Aber die Kritik muss konstruktiv sein, ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Es braucht neue Wege, wie auch Hans-Otto Pörtner, Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut in Bremen und ranghöchster deutscher Vertreter im Weltklimarat IPCC, in einem Interview in der SZ betont. Er bringt die Idee eines internationalen Gerichtshofs wegen der Verletzung der grundlegenden existentiellen Menschenrechte in die Diskussion ein: „Wer den Klimawandel vorantreibt, verstößt gegen Menschenrechte. Wir haben hier ein Problem globaler Dimension. Da kann man durchaus sagen, dass die, die eine Lösung weiter verzögern, kriminell handeln. Das sind Dimensionen, wo Juristen mal ranmüssten.“

Desweiteren liegt es auf der Hand, anstatt der Freiwilligkeit mehr Verpflichtungen und Kooperations-Regeln für alle Länder im internationalen Klima-Prozess einzuführen. Die globale Klimabewegung sollte z.B. im Hinblick auf das Pariser Klimaziel (<1,5°C) darüber nachdenken, länderbezogene Treibhausgas-Budgets, zumindest halb-historisch (z.B. ab 1992, dem Jahr der Rio-Konferenz) aus dem globalen Treibhausgas-Budget gemäß der jeweiligen Bevölkerung der Länder zu berechnen. Aus dem Vergleich derartiger länderbezogener Treibhausgas-Budgets mit den akkumulierten realen Treibhausgas-Emissionen ab 1992 bis heute könnten auf transparente und gerechte Weise Kompensations-Rechte bzw. Kompensations-Pflichten (man könnte auch von „Klimaschulden“ sprechen!) der einzelnen Länder abgeleitet werden.

Abschätzungen ergeben, dass für viele Industrieländer des globalen Nordens das ihnen zustehende Treibhausgas-Budget bereits seit Jahren ausgeschöpft ist. Wenn für die seit der Budget-Überschreitung ausgestoßene CO2-Menge ein bestimmter CO2-Kompensations-Preis angesetzt würde, so könnte daraus ein transparentes und wirksames Regelwerk zur Speisung eines UN-Klimafonds etabliert werden. So könnte eine weit höhere Dimension (ca. 600 Mrd $/a) und Wirksamkeit für Klimaschutz und Anpassung in den ärmeren Ländern des globalen Südens entfaltet werden als über die o.g. freiwilligen und immer wieder fraglichen Finanzzusagen.

Die Dringlichkeit der Klimakrise, die sich immer deutlicher aus vielen naturwissenschaftlichen Befunden und zunehmenden Katastrophen ergibt, verlangt neue Wege in der internationalen Klimapolitik, aber auch eine gewisse Zuversicht, wie dies auch Hans-Otto Pörtner im o.g. SZ-Interview formuliert: „…Außerdem stehen wir dem Klimawandel nicht hilflos gegenüber. Für die meisten Probleme haben wir Lösungen oder wir sind in der Lage sie zu finden. Die Welt muss nur wollen.“

[1] Süddeutsche Zeitung vom 16.12.2019

Σελίδες

Subscribe to sicherheitskonferenz.de συλλέκτης