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Pazifisten und Antimilitaristinnen aus jüdischen Familien

Lebenshaus-Newsletter - Δευ, 29/06/2026 - 21:16
Eine ‚Werkbank‘ des Projekts "Schalom-Bibliothek" zu Pazifisten und Antimilitaristinnen aus jüdischen Familien enthält als Ergebnis eines ersten Recherche-Durchgangs mit vorrangig... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Hinter den Schlagzeilen: Iran, Zionismus & Ukraine-Krieg

acTVism - Δευ, 29/06/2026 - 12:14

In diesem Interview spricht unser leitender Redakteur Zain Raza mit dem Journalisten und Menschenrechtsanwalt Dimitri Lascaris über die geopolitischen Krisen, die die Welt neu ordnen: den US-Krieg gegen Iran, das neue Abkommen mit Teheran, den Einfluss der zionistischen Lobby auf die US-Außenpolitik, Gaza und die jüngsten UN-Erkenntnisse. Sie analysieren zudem die Erzählung, dass die Ukraine […]

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Die weltweiten Investitionen im Energiebereich – Investitionen für eine verheerende Zukunft

ISW München - Κυρ, 28/06/2026 - 13:57

Die Internationale Energieagentur IEA , eine Organisation der OECD mit dem Auftrag, die weltweite Energieversorgung zu analysieren und die Energiepolitik der reichen Länder zu beraten, hat im Mai 2026 einen Bericht „World Energy Investment“ vorgelegt. Darin geht es um Investitionen mit Bezug auf Energie. Hier die zentrale Grafik über die Zusammensetzung und die Entwicklung dieser Investitionen.

Man muss vorab betonen, dass die Gesamtkosten des Energiesystems weit höher liegen. Neben den Investitionskosten fallen noch die laufenden Kosten für Löhne, Material, Profite, Steuern an, mal ganz abgesehen von den entstehenden Umweltschäden. Aber die Investitionen in ihrer Höhe und Richtung sind es, die das ganze System steuern und vorwärts treiben.

Als Gesamtsumme an Investitionen werden von der IEA 3.400 Milliarden US-Dollar für 2026 erwartet. Das ist eine so gigantische Summe, dass wohl manche LeserInnen nicht viel damit anfangen können. Daher zur Einordnung: Das weltweite BIP betrug 2024 (letztverfügbare Statistik) laut Weltbank 111.000 Mrd. Dollar, für 2026 könnte es 120.000 Mrd. Dollar erreichen. Die Energieinvestitionen belaufen sich also auf knapp 3 % des weltweiten BIP (deutsches BIP zum Vergleich in 2024: 4.685 Mrd. Dollar; Bundeshaushaltsplanung 2026: etwa 600 Mrd. Dollar).

Bezogen auf die Weltbevölkerung (8,14 Milliarden in 2024) ergeben sich 420 Dollar Energieinvestitionen pro Kopf. Das entspricht für den Bundesbürger vier bis fünf Tankfüllungen pro Jahr. Für die 850 Millionen der Erdenbürger, die weniger als 3 Dollar Einkommen pro Tag haben (in US-Kaufkraft!), stellen 420 Dollar rund 40 % ihres Jahreseinkommens dar.

Die letzte Zählung des Forbes Magazins für 2026 kam auf weltweit 3400 Milliardäre mit einem Vermögen von zusammen 20.100 Mrd. Dollar (Tagesschau, 11. 3. 2026). Für diese 3.400 Menschen sind 3.400 Mrd. Dollar eine überschaubare, fast alltägliche Größe, ein Sechstel ihres Vermögens. Je nach Betrachtung und Einordnung sind die 3.400 Mrd. Dollar also ein gigantischer oder ein durchaus überschaubarer Betrag.

Aber darum geht es mir eigentlich gar nicht. Es geht mir darum, was mit diesen Investitionen bewerkstelligt wird und ob sie womöglich fehl orientiert sind. Tatsächlich werfen diese Investitionen eine Reihe von Problemen auf.

Problem 1: Investitionen in Klimazerstörung

Betrachtet man die Aufteilung der Investitionen, dann sieht man: Über all die Jahre gehen rund 1200 Mrd. Dollar in Anlagen zur Förderung von Kohle, Öl und Gas. Kohle um die 200, Öl und Gas je um die 500 Mrd. Dollar. Jedes Jahr werden 1.200 Mrd. Dollar für neue, zusätzliche Bohrtürme, Schächte, Maschinen, Bauten und auch für Forschung ausgegeben, um die vorhandenen fossilen Bodenschätze immer weiter und mit immer noch ausgeklügelteren Methoden auszubeuten, um Umwelt und Klima nachdrücklich und noch intensiver zu zerstören. Wir führen hocheffizient Zerstörungen unseres Klimas herbei, die nie mehr rückgängig gemacht werden können, auch nicht von unseren Enkeln, Urenkeln, Ururenkeln. Die mit einem Investitionsaufwand von jährlich 1.200 Mrd. Dollar abgetauten grönländischen Gletscher kommen nicht wieder, das einmal versteppte Amazonasgebiet bleibt versteppt, der zusammengebrochene Golfstrom bleibt verschwunden, die aus dem bisherigen Permafrost entwichenen Klimagase kommen nicht mehr dorthin zurück. Jedes folgende Jahr nach 2026 wird noch heißer, ungemütlicher, lebensfeindlicher. Aber die 1.200 Mrd. Dollar Investitionen rentieren sich, machen reich, bescheren einigen ein konsumfrohes, luxuriöses Leben.

„Viele machen sich nicht klar, dass eine Drei-Grad-Welt für die meisten Landgebiete sechs Grad Erwärmung bedeutet. … Noch mehr Sorgen mache ich mir aber um die Ernährungssicherheit. Wir wissen einfach nicht, ob wir in einer Drei-Grad-Welt noch genug ernten, um die ganze Welt ernähren zu können.“ (Stefan Rahmstorf, Klimaforscher am PIK)

„Der Klimawandel wird verheerende Folgen für Menschen in Armut haben. … Wir haben einen Punkt erreicht, an dem im besten Fall [!] bis zum Ende dieses Jahrhunderts Tod und Leid weit verbreitet sind und im schlimmsten Fall die Menschheit am Rande der Ausrottung steht. … Die Entwicklungsländer werden schätzungsweise 75 bis 80 % der Kosten des Klimawandels tragen.“ (Der UN-Sonderberichterstatter für extreme Armut und Menschenrechte, 2019)

Aufteilung der Investitionen

Ich fasse die einzelnen Investitionen in vier Blöcke zusammen (Werte für 2026):

  •  Ausbau der fossilen Energieförderung: ca. 1.200 Mrd. Dollar. Aufteilung auf Kohle, Öl und Gas wie oben genannt.
  • Ausbau der nicht-fossilen und regenerativen Energieförderung: ca. 800 Mrd. Dollar. Davon Atomenergie 80, Photovoltaik 360, Wind 200, Wasser 70, Sonstige 90.
  • Ausbau der Elektrifizierung: ca. 1050 Mrd. Dollar. Davon Netzausbau 550, Stromspeicher 100, Elektrifizierung im Endverbrauch 400.
  • Investitionen zur Effizienzerhöhung, also Verbrauchsreduzierung durch technische Anlagenverbesserung: ca. 350 Mrd. Dollar.

Die beiden mittleren Kategorien haben die Zunahme der Energieinvestitionen seit 2020 getragen, während die Investitionen in Fossile und in den Effizienzgewinn kaum stiegen.

Zusammenfassend kann man grob sagen, dass 2.000 Mrd. Dollar in den Ausbau der Energieförderung gehen und nur 1.400 Mrd. Dollar in den Umbau des Energiesystems.

Problem 2: Viel zu wenig Investitionen in die Effizienz des Energieverbrauchs

Die Investitionen in Verbrauchsverringerung betrugen nicht mehr als nur ein Zehntel aller Energieinvestitionen. Das ist unterirdisch, aber es passt natürlich zum herrschenden marktwirtschaftlichen Denken: raumgreifend, angebotserhöhend, neue Bedürfnisse anreizend, den Raubbau der Natur weiter treibend, grünes Wachstum propagierend.

In einer vernünftigen Wirtschaft würde man aufs Intensivste versuchen, Raubbau und Zerstörung zu verringern. Und zwar

  • mit Suffizienz: Genügsamkeit, Einschränkung von Konsum und Luxus dort, wo dies Schäden für andere und zukünftig lebende Menschen mit sich führt,
  • mit Effizienz: Ziele mit weniger Energie- und Rohstoffeinsatz erreichen.

Seit Jahren und Jahrzehnten werden technologisch-empirische Untersuchungen veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommen, dass durch technische Verbesserungen erhebliche Reduzierungen des Energiebedarfs und damit auch der Emissionen erreicht werden können. Beispiel: Mit Wärmedämmung an Gebäuden und weiteren Anlagen kann man den Energieverbrauch leicht halbieren, sogar ein Null-Energie-Haus erreichen. Beispiel: „Durch die Umsetzung von wirtschaftlichen [gemeint: rentablen] Energieeinsparmaßnahmen können etwa 40 % des Endenergiebedarfs der deutschen Industrie eingespart werden.“ (Hochschule Niederrhein 2025).

Statt ein Zehntel der gesamten Energieinvestitionen sollten Investitionen in eine höhere Effizienz des Energieverbrauchs besser neun Zehntel Anteil haben. Zumal eine steigende Effizienz zwangsläufig zu geringerem Importbedarf führt. Das belegt der IEA-Bericht eindeutig: Während die Effizienzinvestitionen nur ein Zehntel aller Investitionen ausmachen, steuern sie ein Drittel aller Einsparungen von Fossilenergie-Importen bei (in den importabhängigen Ländern); ein weiteres Drittel kommt vom Ausbau der Regenerativen (die ein Viertel der Gesamtinvestitionen ausmachen); der Rest von Elektrifizierung und Sonstigem.

Problem 3: Regenerativenausbau und die Erschöpfung unserer Bodenschätze

Ist es eine gute Nachricht, wenn, wie oben festgestellt, die Investitionen in Regenerative stark zunehmen? Viele Klimaschützer würden wohl meinen, ja, unbedingt.

Ich möchte hier sehr warnen vor der Euphorie eines grünen Kapitalismus, also der Vorstellung: Wenn wir alle fossilen Stoffe weitgehend ersetzen durch regenerative Materialien, durch Kreislaufwirtschaft, durch pflanzlich-nachwachsende Stoffe, dann können wir beruhigt weiter wachsen, weiter konsumieren, ist dann ja alles nachhaltig-regenerativ.

Unbeachtet bleibt bei solchen Strategien: Wenn ich Fossile durch Regenerative ersetze, dann verbrauche ich nicht keine Rohstoffe mehr, sondern ich verbrauche andere Rohstoffe. Die Nutzung von Sonne und Wind funktioniert nur mit einer riesigen Materialinvestition. So ist die Jahresstromerzeugung eines mittelgroßen Fossilkraftwerkes so hoch wie der Output von mehreren Quadratkilometern Photovoltaikfläche oder wie der Output von etwa 200 Standardwindanlagen. Parrique u.a. (2019, S. 36) schreiben, dass zur Erzeugung einer Einheit erneuerbarer Energie etwa zehnmal so viele Metalle benötigt werden wie zur Erzeugung einer Einheit fossiler Energie.

Das zwingt in einer vernünftigen Gesellschaft dazu, zunächst und prioritär den Energieverbrauch massiv zu minimieren, und dann diesen Restbedarf regenerativ bereit zu stellen.

„Eine durch erneuerbare Energie angetriebene Welt ist eine Welt, die hungrig nach kritischen Mineralien ist.“ (UN-Generalsekretär Guterres)

In meinem Buch „System Change oder Klimakollaps“ habe ich die Problematik einer solchen Wachstumseuphorie ausführlich diskutiert (S. 93 ff.). Daraus stammt die folgende Grafik.

 

Diese Grafik zeigt die Ausschöpfung der Reserven von einigen, für regenerative Energien und Elektrifizierung wichtigen Metallen. Reserven sind die bekannten Bodenschätze in der Welt, die mit heutiger Technik förderbar sind (hier inklusive der seit 1960 geförderten Bodenschätze). Ausschöpfung heißt: Wieviel Prozent dieser Bodenschatz-Reserven sind bisher schon gefördert bzw. werden in den kommenden Jahrzehnen bis 2060 noch gefördert? Die Daten beruhen auf großen Untersuchungen der IEA, der Weltbank, der OECD, des US Geological Survey und auf Angaben der einschlägigen Industrieverbände. Es geht um den Abbau von Bodenschätzen, also um die Primärmetallgewinnung, nicht um Umschmelz- oder Recyclingmetall.

Das Ergebnis ist desillusionierend, jedenfalls dann, wenn man über eine oder zwei Wahlperioden hinausdenkt. In wenigen Jahrzehnten schon könnten die zugänglichen und daher ausbeutbaren Reserven von einigen Metallen – Nickel, Kupfer, evtl. auch Kobalt und Lithium bei einer forcierten Elektrifizierung der Fossilwirtschaft – ausgeschöpft sein. Diese Metalle spielen für den Übergang eines fossilen Energieregimes in ein regeneratives eine sehr wichtige Rolle. Es wird deutlich: Platz wäre zwar genug in der Sahara für Sonnenkollektoren und Windanlagen, aber die Erde hat halt nicht genug Material, um die Wüsten zuzupflastern.

Dieser Befund ist in meinem Buch eingerahmt von der detaillierten Analyse der Rohstoffverbräuche in den letzten Jahrzehnten, insbesondere im Verhältnis zur Wirtschaftsentwicklung: Braucht man bei der jetzigen Deindustrialisierung und dem Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft in einer Weltwirtschaft überhaupt noch neue Bodenschätze? Und ist denn nicht etwa zu erwarten, dass das Rohstoffproblem gar keines ist, weil laufend neue Rohstoffe gefunden werden?

„Unser unersättlicher Verbrauch von Ressourcen hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Wenn wir uns nicht ändern, könnte er bis 2060 um weitere 60 % ansteigen. Unsere derzeitigen, in höchstem Maße nicht nachhaltigen Konsum- und Produktionssysteme werden katastrophale Auswirkungen auf die Erdsysteme und ökologischen Prozesse haben, die die Grundlage für das menschliche Wohlergehen und die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten bilden.“ (UN Environment Programme 2024)

Geologen vermuten (!) weitere Bodenschätze, die noch zu entdecken sind. Aber zum einen wird der Erzgehalt im Gestein sehr viel niedriger liegen, die Rohstofflager werden viel schlechter erreichbar sein (z.B. in der Tiefsee), der Abbau wird daher noch weitaus umweltbelastender sein. Und zum anderen sind auch die theoretisch möglichen Ressourcen so beschränkt, dass sich die Knappheiten in Grafik 2 nur um einige zusätzliche Jahrzehnte nach hinten verschieben.

Am unmittelbar einleuchtendsten ist das Rohstoffproblem beim Boden: Der ist nun wirklich nicht vermehrbar. Und hier stößt die Konkurrenz aus Nahrungsmittelerzeugung, aus Energiepflanzen (Biodiesel usw.) und industrieller Nutzung (von Baumwolle bis Chemikalienersatz aus Pflanzen) an die Grenzen des Bodenertrages, insbesondere, wo jetzt schon durch Erosion und Klimaänderung die Böden so sehr geschädigt werden, dass eigentlich die höchste Alarmstufe angezeigt sein müsste. Ein zuverlässiger Indikator für fortschreitende Knappheit ist, dass die Bodenpreise in allen Ländern rasant steigen.

Man mag vielleicht dennoch Zweifel haben an der rapiden Beschleunigung des künftigen Rohstoffabbaus, wie es in Grafik 2 indiziert ist – ist ja bisher doch immer gut gegangen. Daher soll mit Grafik 3 das Detail des Abbaus von Seltenen Erden in diesen Jahren näher beleuchtet werden.

Hier wird deutlich, dass der Abbau von Seltenen Erden bis vor einigen Jahren praktisch alleinig eine Sache von China war. Seit dem Run ab 2018 steigen auch die USA, Australien, Myanmar und weitere Länder in den Abbau ein. Die Beschleunigung ab 2018 ist enorm: Bis 2017 erhöhte sich der Abbau um jährlich knapp 3 %, seither verdreifachte er sich mit einem jährlichen Anstieg von 17 %.

Statt Ölkriege, nein, wahrscheinlich zusätzlich zu den Ölkriegen werden wir in diesem Jahrhundert auch Lithium- und Kupferkriege usw. erleben. So wie wir – angesichts des extremen konsum- und profitgetriebenen Raubbaus – die Klimazerstörung sehr wahrscheinlich nicht durch die Regenerativen verhindern können, sondern zusätzlich die Erschöpfung der nicht-energetischen Rohstoffe erleben werden. Ein doppeltes Desaster.

Problem 4: Militarismus, Imperialismus, Barbarei

Militär und Rüstung hängen eng mit den Energieinvestitionen, mit dem Energiebereich zusammen.

Aktuelle Nachricht: Trump will schon die ganze Zeit, wie er sagt, die iranische Ölverladeinsel Kharg einnehmen, denn „man könnte damit ein Vermögen verdienen“, wie er meinte. So wie jetzt schon venezolanisches Öl „in millionenfacher Barrel-Menge“ einfach in die USA verfrachtet wird. (Tagesspiegel, 11.6.2026). Ein sehr bezeichnendes Verständnis des Wortes „verdienen“, wenn damit schlicht Diebstahl und Raub verstanden wird. Simpelstes Raubrittertum, eine sehr primitive und brachiale Form des Imperialismus. Eine unmittelbare Zusammenballung von höchst aggressiver Staatsmacht und höchst gieriger Kapitalmacht.

Schauen wir auf die folgende Grafik 4. Hier ist die Summe der Energieinvestitionen seit 2016 (aus Grafik 1) zusammen geführt mit den Rüstungsausgaben nach dem schwedischen SIPRI-Institut. Diese bewegen sich in derselben gigantischen Größenordnung, und sie bewegen sich fast noch schneller nach oben.

Tausende Milliarden Dollar jedes Jahr fürs Militär, die in erster Linie Zerstörung bewirken (sollen): Zerstörung der lebenswerten Umwelt, Zerstörung jedes Gedanken an Entspannung und Abrüstung oder auch nur an Rüstungsbegrenzung, Zerstörung des gesellschaftlichen friedlichen Zusammenhalts und friedlicher Konsensfindung bei Interessensunterschieden, Zerstörung von Mensch und Gut im Krieg. Nur im besten Fall nutzlos vernichtete Arbeitskraft und nutzlos vernichtete Naturschätze ohne weitere Schäden.

„Mit Sozialleistungen und mit Bildung lässt sich dieses Land nicht verteidigen.“ (Verteidigungsminister Boris Pistorius, SPD).

Dagegen: „Der Zwang zum ewigen Wettrüsten verwüstet die Seele.“ (Papst Franziskus)

Ein wichtiges Wort des Papstes: Zu allen physischen Zerstörungen kommt noch die moralisch-psychische Verelendung und Verwüstung hinzu.

Die Anderen, die Autokraten, die sich nicht regelbasiert verhalten, d.h. die sich nicht nach unseren Regeln verhalten: die verwehren uns den Zugang zu den Rohstoffen (vom Öl bis zum Lithium), die ganz fraglos uns zustehen („Öl ist eine zu wichtige Ressource, um sie einfach den Arabern zu überlassen“, so Henry Kissinger; siehe auch die deutschen Verteidigungspolitischen Richtlinien, die den Anspruch auf Rohstoffe und auf Exportmöglichkeiten zu einer Angelegenheit der Bundeswehr machen). Um zu sichern, was uns zusteht, brauchen wir überlegenes Militär. Militär ist extrem rohstoff- und energieintensiv. Umso wichtiger ist es also, dass wir über noch mehr von den weltweiten Bodenschätzen verfügen, um das Militär zu befriedigen. Also brauchen wir auch noch mehr und noch stärkeres Militär.

Und zu viele finden diese Logik eingängig und selbstverständlich. Die wenigen anderen werden als „Lumpenpazifisten“ abgestempelt.

Die Krone der Abscheulichkeiten sind Terroraktionen wie das derzeitige Erdrosseln der kubanischen Gesellschaft, meines Erachtens ein perfide geplanter Völkermord am kubanischen Volk, falls es sich nicht bedingungslos US-amerikanischer Ausplünderei öffnet. Oder die völlige Wurschtigkeit angesichts Abertausender von auf der Flucht im Meer ertrunkener und noch ertrinkender Flüchtlinge – abscheulich, aber nach vielen Jahren normal und gewöhnlich. Absolut barbarische Politik!

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Quellen:

Alle Zitate und Angaben im obigen Text ohne Quellenangabe stammen aus:

Garnreiter Franz: System Change oder Klimakollaps. Über die Verantwortungslosigkeit kapitalistischer Gesellschaften, oekom-Verlag 2026, hier bei isw zu erhalten. https://www.isw-muenchen.de/broschueren/spezials/225-buch-04-2026

Garnreiter Franz: Ölknappheit als Folge des Irankrieges? Nein, aber gigantische Profitmacherei, 1.6.2026, https://www.isw-muenchen.de/online-publikationen/texte-artikel/5422-oelknappheit-als-folge-des-irankrieges-nein-aber-gigantische-profitmacherei

Garnreiter Franz: Hochrüstung oder Solidarische Hilfe für die Welt? Was der SPD heute wichtig ist, 8.5.2026, https://www.isw-muenchen.de/online-publikationen/texte-artikel/5419-hochruestung-oder-solidarische-hilfe-fuer-die-welt

Hochschule Niederrhein: Volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Bewertung der Energieeffizienz in der Industrie, September 2025, https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energieeffizienz/UmInM%C3%BCn01-Kurzstudie-2025-10-02.pdf

IEA, International Energy Agency: World Energy Investment 2026, https://www.iea.org/reports/world-energy-investment-2026?utm_campaign=IEA+newsletters&utm_medium=Email&utm_source=SendGrid

IMF, International Monetary Funds: World Economic Outlook, Global Economy in the Shadow of War, April 2026, https://www.imf.org/en/publications/weo/issues/2026/04/14/world-economic-outlook-april-2026

myzitate: Zitate und Sprüche von Henry Kissinger, https://www.myzitate.de/henry-kissinger/

Parrique Timothee u.a.: Decoupling debunked: Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability. European Environmental Bureau, July 2019, https://eeb.org/library/decoupling-debunked/

SIPRI: Military Expenditure Database, https://www.sipri.org/databases/milex

Tagesschau: Forbes zählt so viele Milliardäre wie noch nie, 11.3.2026, https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/milliardaere-forbes-musk-trump-ki-100.html

Tagesspiegel: „Man könnte damit ein Vermögen verdienen“, 11.6.2026, 19:39, https://www.tagesspiegel.de/internationales/liveblog/man-konnte-damit-ein-vermogen-verdienen-trump-droht-mit-vollstandiger-kontrolle-uber-irans-ol-10586281.html?bezuggrd=NWL&utm_referrer=newsletter&utm_source=abendlage&werbtraeg=AL

Weltbank: Datenbank, https://data.worldbank.org/indicator?tab=all

Die Militärindustrie am All-you-can-eat-Buffet

IMI Tübingen - Πέμ, 25/06/2026 - 14:59
Dieser Text erschien zunächst unter zeitschrift-Luxemburg.de. Der Tisch für die Rüstungskonzerne ist reich gedeckt. Eifrig werden Kapazitäten ausgebaut. Wer die Profiteure der Aufrüstung sind und wie der Wille zur Rüstung diese neu formt. Der Tisch für die Rüstungsindustrie ist reich (…)

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Mehr als 300 Organisationen rufen zum Umdenken im Flüchtlingsschutz auf: Es geht auch anders!

Lebenshaus-Newsletter - Τρί, 23/06/2026 - 14:48
Zum Weltflüchtlingstag 2026 stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto "Es geht... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Russlandfeldzug, Völkermord und fehlende "Kirchenbuße"

Lebenshaus-Newsletter - Δευ, 22/06/2026 - 17:19
Die deutschen katholischen und evangelischen Kirchenleitungen assistierten bei Hitlers Vernichtungsfeldzug gen Osten mit über 20 Millionen Opfern. – Wann werden... Michael Schmid http://www.lebenshaus-alb.de

Wahrscheinlichkeiten dauerhaft größer Null

IMI Tübingen - Δευ, 22/06/2026 - 16:13
„Wenn die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis dauerhaft größer 0 ist, dann tritt dieses Ereignis mit hundertprozentiger Sicherheit ein, die Frage ist lediglich, wann.“ Mit solch zwingenden Aussagen und mathematischer Autorität warnt der KI-Forscher Karl Hans Bläsius in seinem Buch „Künstliche (…)

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Iran-Sieg: Neue Ordnung im Nahen Osten?

acTVism - Δευ, 22/06/2026 - 11:32

In diesem Video, das exklusiv auf Deutsch auf unserem Kanal veröffentlicht wurde, analysiert der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist Glenn Greenwald das neue Iran-Abkommen und die Frage, ob sich die Machtverhältnisse im Nahen Osten gerade grundlegend verschieben. Was hat Washington wirklich erreicht? Warum reagieren Teile Israels und des US-Establishments so alarmiert? Und was verraten die […]

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2024/02/12 session 2Case studies on permanent neutrality

No to NATO - Δευ, 05/02/2024 - 18:34
https://bit.ly/NeutralityRegistration Session 2: Case studies on permanent neutrality Content Session 2 Case studies on permanent neutrality – how do states practice permanent neutrality and what are the threats? . Opening Preliminary and review of concepts from first session b. Part 1: How do states practise permanent neutrality and what are the threats? i. Case studies: ➢ Ireland ➢ Austria ➢ Finland c. Q&A and reminders for the next session Demonstrate the practices of neutrality in different countries – Examine the … Continue reading →

2024/02/16-18 München + livestream, Germany Wohin treibt Europa?

No to NATO - Δευ, 05/02/2024 - 18:16
Freitag, 16.02.2024  19:00-22:00 Uhr Freiheitshalle München https://friedenskonferenz.info/programm-2024/ Anmeldung für online auf der Startseite (weiter unten)

Israeli government poisons the region with firefighting foams containing PFAS

No to NATO - Κυρ, 04/02/2024 - 15:48
Israel is also a world leader in the production of deadly brominated flame retardants. By Pat Elder January 27, 2024 An obscure 2022 report by the Israeli Ministry of Environmental Protection on PFAS provides shocking data on levels of PFAS contamination in the groundwater near oil installations in Haifa, Ashdod, and Kiryat Haim. https://www.militarypoisons.org/latest-news/israeli-government-poisons-its-own-people-and-the-region-with-firefighting-foams-containing-pfas

Poisoning Gaza

No to NATO - Σάβ, 03/02/2024 - 22:52
By Pat Elder January 31, 2024 Joshua Frank’s article, Making Gaza Unlivable ought to be read by everyone. Frank is the managing editor of CounterPunch. He describes the collapsing infrastructure and dire circumstances of Gaza in this January 12 story: “Like the Allied forces of World War II, Israel is killing indiscriminately. … https://www.militarypoisons.org/latest-news/poisoning-gaza

International Court of Justice Rules That Israel Must Stop Killing Palestinians

No to NATO - Σάβ, 03/02/2024 - 20:13
The International Court of Justice has ruled that Israel must cease its warmaking in Gaza — cease committing and inciting genocidal acts — and that the case charging Israel with genocide must proceed.   DETAILS OF THE RULING: By 15-2: Israel shall take all measures within its power to prevent all acts within the scope of Genocide Convention article 2 15-2: Israel must immediately ensure that its military does not commit acts within the scope of GC.2 16-1: Direct and … Continue reading →

2024/03/04-04/14 WBW online courseExciting new course on War and the Environment

No to NATO - Σάβ, 03/02/2024 - 18:20
War and the Environment Online Course Starts March 4: Register today! https://worldbeyondwar.org/war-and-the-environment-2024/  

2024/02/22 zoom 18h CET Webinar: EU-Militarisierung und Globale NATO

No to NATO - Παρ, 02/02/2024 - 22:34
Webinar: EU-Militarisierung und Globale NATO Im Juni wird das EU-Parlament neu gewählt. Die Militarisierung der EU hat sich in den letzten Jahren durch die direkte Finanzierung aus dem EU-Haushalt und über Nebenhaushalte erheblich zugenommen. Damit hat auch die Entwicklung der EU-Rüstungsindustrie eine neue Dimension erreicht. All dies erfolgt zwar eigenständig, aber in enger Kooperation mit Unterordnung unter die Strategie und Infrastruktur der NATO. Damit haben auch die Interventionen der EU in Kriege und Konflikte zugenommen. Was sind die Kernelemente dieser … Continue reading →

2024/04/26-28 European Common Space for Alternatives

No to NATO - Παρ, 02/02/2024 - 22:20
SAVE THE DATE // Join us in Marseille from the 26th-28th of April 2024 Info call (6 Feb, 5pm CET) on the European Common Space for Alternatives For a social, feminist, antiracist, ecological, peaceful and democratic Europe To face the rise of the far right we need to build inclusive societies With the increasing popularity of far right extremists, wars raging and the upcoming climate catastrophe. Luckily, we are here. So let’s band together to propose alternative solutions. The European … Continue reading →

2024/03/01-31 USAIsraeli Apartheid Week

No to NATO - Παρ, 02/02/2024 - 22:09
https://bdsmovement.net/tags/israeli-apartheid-week

  Speakers are: Ann is a retired

No to NATO - Πέμ, 01/02/2024 - 21:30
  Speakers are: Ann is a retired US Army Colonel and a US diplomat who resigned in 2003 in opposition to the US war on Iraq. As a US diplomat she had served in US Embassies in Nicaragua, Grenada, Somalia, Uzbekistan, Kyrgyzstan, Sierra Leone, Micronesia, Afghanistan and Mongolia. She is a member of Code Pink and UNAC, ICC-member of No-to-NATO network. Kristine Karch is Co-chair “No to war – NO to NATO” international network, board member of INES, founding member … Continue reading →

Übersetzung der Klage von Südafrika gegen Israel

No to NATO - Πέμ, 01/02/2024 - 20:21
Die Übersetzung mittels deepl hat jetzt eine Gruppe überprüft, sie steht online. Danke, sie bekannt zu machen. https://www.sand-im-getriebe.org/media/pages/artikel/thema-israel-palastina/5fe7f23936-1706049646/klage-von-sudafrika-gegen-israel-vor-dem-igh-29-12-2023.pdf Bei dem Zusammentragen der Korrekturen habe ich gedacht, dass eigentlich ganze Passagen – die öfter schwer erträglich sind – öffentlich vorgelesen werden sollten. Als ständige Anklage. Erschütternd ist es auch zu lesen, dass vor bald 15 Jahren eben fast das Gleiche schon geschrieben wurde. wie geht es weiter? IGH: Legal Consequences arising from the Policies and Practices of Israel in the Occupied … Continue reading →

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