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Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten
Aktualisiert: vor 7 Stunden 7 Minuten

GOOD NEWS – H&K muss „Grüne-Länder-Strategie“ einhalten – wir kommen voran!!!

So, 10/01/2021 - 12:43

Liebe Friedensfreund*innen, sehr geehrte Damen und Herren,

auch auf Druck von uns Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch wurde – wie die H&K-Führung selbst eingesteht – die „Grüne-Länder-Strategie“ (GLS) eingeführt: fortan ausschließlich Waffenexporte an EU- und NATO-Staaten. Keinerlei Kleinwaffenexporte mehr an Staaten in Afrika, im Mittleren Osten u.v.a.m.

In den letzten beiden Jahren hat H&K – wohl um weitere Profite einzufahren und den hohen Schuldenstand abzutragen – die GLS ausgehöhlt und will nunmehr doch wieder einzelne Länder außerhalb von EU und NATO beliefern, u.a. Südkorea. Doch der entsprechende Antrag an das Bundeswirtschaftswirtschaftsministerium (BMWi) wurde abgelehnt, desgleichen die Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin (Az.: VG 4 K 385.19).

Unser Druck seitens der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ hatte im Sommer 2019 zur Verschärfung der Exportrestriktionen gegen Kleinwaffen geführt – diese Restriktionen wirken jetzt, auch auf juristischer Ebene! Wir sind auf einem guten Weg – siehe hierzu den Artikel aus der taz anbei!

tageszeitung / taz vom 05.01.2021

https://taz.de/Verwaltungsgericht-zu-Ruestungsexporten/!5742206/

GN-STAT NEWSLETTER 03 in English,

Mo, 14/12/2020 - 07:29

GN-STAT NEWSLETTER 03
in English, German, Spanish, Portuguese, Italian and French

in cooperation with

GN-STAT NEWSLETTER 03      December 14th, 2020

++ CASE 06-1: Deadly Walls – Border Security around Saudi Arabia ++
++ CASE 06-2: Deadly Walls – Border Security in Israel ++
++ Visit the new GN-STAT Website ++
++ Support the GN-STAT by becoming a member or donating ++

Dear ladies and gentlemen, dear friends of peace,

In the following, we introduce our new CASE 06. We present the first two out of four examples of how companies ruthlessly supply weapons to crisis and war zones, thus driving people to flee. Many of these companies then benefit a second time by additionally supplying components aimed to secure their borders through „deadly walls“ which prevent refugees from fleeing- as our author Wolfgang Landgraeber has documented in his research. And we’re launching our new website today!

++ CASE 06-1: Deadly Walls – Border Security around Saudi Arabia ++ 

The desert state of Saudi Arabia has been working to completely shield itself from its neighbouring states for years. The kingdom feels threatened. However, the contract for the construction of the border security facilities was not awarded to Saudi companies, but to the European arms company Airbus N.V., who had previously supplied the Saudis with multibillion-dollar weapons systems via Great Britain, including the „Tornado“ and „Eurofighter“ jets. These weapon systems were also used in the war against Yemen, where tens of thousands of civilians have died. The misery of those fleeing the war has been exacerbated as it is no longer possible to escape via the Arabian Peninsula.

++ CASE 06-2: Deadly Walls – Border Security in Israel ++

For years Israel has pursued a similar goal to Saudi Arabia: total security of its borders. Today, the country is completely surrounded by high-tech border security facilities, with the exception of a few sections. The technologies used were largely developed by Israeli defence companies and they represent a huge business – also in their exports to states which violate human rights or which are belligerent states. See “CASE REPORTS”

https://www.gn-stat.org/?cat=2

++ Launch of the new GN-STAT Website ++

Our new website will open up many new possibilities for you because it has a larger capacity for upcoming research and cultural projects. With the new projects, which we will start in November and December 2020 and at the beginning of 2021, we offer you further facts and background information on the worldwide arms trade as well as creative impulses in the field of „culture of peace“. See www.gn-stat.org

++ Support the GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE ++ 

Global research about arms exports are important and at the same time extremely demanding. We are very grateful for your support: Either through active participation in research, editing or translating or as a member of the arms information centre (RIB e.V., a German registered non-profit) or your support through a donation.

See “MEMBERSHIP AND DONATIONS”, https://www.gn-stat.org/?p=1910

 

We look forward to your feedback,

With peaceful regards, the editorial team, Jürgen Grässlin, Ruth Rohde und Wolfgang Landgraeber
Translation by Ronja Metzger and Ruth Rohde

<< ATTENTION: If you do not wish to receive this GN-STAT-NEWSLETTER
or if friends or acquaintances of yours would like to receive this newsletter as well,
please send a message to jg@rib-ev.de or graesslin@dfg-vk.de >>

 

Contact: ArmsInformationCentre / RIB e.V. with the GLOBAL NET, Freiburg

Email: contact@gn-stat.org, web: www.rib-ev.de, phone: at present 0049-(0)761-7678208

In cooperation with: International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlin/Geneva, with 300 member organizations in 70 countries,

Email: info@ipb-office.berlin, web: www.ipb.org

German Peace Society / Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

Email: svg@dfg-vk.de, web: www.dfg-vk.de

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GN-STAT NEWSLETTER 03     14. Dezember 2020

++ FALL 06-1: Tödliche Mauern – Border Security rund um Saudi-Arabien ++
++ FALL 06-2: Tödliche Mauern – Border Security in Israel ++
++ Besuchen Sie die neue Website des GLOBAL NET ++
++ Unterstützen Sie das GLOBAL NET per Mitgliedschaft und Spende! ++ 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen unseren neuen FALL 06, in dem wir die ersten beiden – von insgesamt vier – Beispielen aufzeigen, wie Unternehmen skrupellos Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete liefern und damit Menschen in die Flucht treiben. Viele der Unternehmen profitieren anschließend ein zweites Mal, indem sie auch noch Bestandteile zur Abschottung durch “Tödliche Mauern” liefern, mit denen Flüchtende an ihrer Flucht gehindert werden – wie unser Autor Wolfgang Landgraeber mit seinen Recherchen dokumentiert.

Und wir starten mit dem heutigen Tag unsere neue Website!

++ FALL 06-1: Tödliche Mauern – Border Security rund um Saudi-Arabien ++ 

Der Wüstenstaat Saudi-Arabien treibt seit Jahren die vollständige Abschottung gegenüber seinen Nachbarstaaten voran. Das Königreich fühlt sich bedroht. Dabei wurde der Auftrag zur Errichtung der Grenzsicherungsanlagen nicht an saudische Firmen erteilt, sondern an den europäischen Rüstungskonzern Airbus N.V., der die Saudis zuvor über Großbritannien mit milliardenschweren Waffensystemen beliefert hatte, u.a. mit Kampfjets vom Typ “Tornado” und “Eurofighter”. Diese  wurden auch im Krieg gegen den Jemen eingesetzt, wo Zehntausende Zivilisten starben und das Flüchtlingselend dramatisch verschlimmert wurde. Denn das Entkommen über die arabische Halbinsel ist nun nicht mehr möglich.

++ FALL 06-2: Tödliche Mauern – Border Security in Israel ++

Israel verfolgt seit Jahren ein ähnliches Ziel wie Saudi-Arabien: die totale Absicherung seiner Grenzen. Bis auf wenige Abschnitte ist das Land inzwischen ganz von High-Tech-Grenzsicherungsanlagen umgeben. Die Technologie wurde zum größten Teil von israelischen Rüstungsfirmen entwickelt und bedeutet ein Riesengeschäft – auch durch den Export an menschenrechtsverletzende oder kriegführende Staaten.

Siehe

https://www.gn-stat.org/wp-content/uploads/2020/12/Case06-EinfuehrungDE-1.pdf

https://www.gn-stat.org/wp-content/uploads/2020/12/Case06-Saudi-ArabienlangDE.pdf

https://www.gn-stat.org/wp-content/uploads/2020/12/Case06-IsraellangDE.pdf

++ Heute startet die neue Website des GLOBAL NET! ++

Unsere neue Website wird viele neue Möglichkeiten eröffnen, denn sie verfügt über wesentlich mehr Datenvolumen für kommende Recherche- und Kulturprojekte. Mit den neuen Projekten, die wir im November und Dezember 2020 sowie Anfang 2021 starten, bieten wir Ihnen weitere Fakten und Hintergrundinformationen zum weltweiten Waffenhandel sowie kreative Impulse im Bereich der “Kultur des Friedens”. Lassen Sie sich überraschen! Siehe www.gn-stat.org.

++ Unterstützen Sie das GLOBAL NET per Aktion, Mitgliedschaft und/oder Spende/ ++ 

Weltweite Recherchen über Rüstungsexporte sind wichtig und zugleich immens aufwändig. Wir freuen uns über Ihre/eure Unterstützung: sei es durch aktive Mitarbeit beim Recherchieren, Redigieren oder Übersetzen von Texten, sei es durch Mitgliedschaft beim gemeinnützigen RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.) und/oder durch Ihre bzw. deine Spende. Siehe https://www.gn-stat.org/?p=1910

Wir freuen uns über Ihr/euer Feedback!

Mit friedlichen Grüßen, das Redaktionsteam

Jürgen Grässlin, Ruth Rohde und Wolfgang Landgraeber

 

<< ACHTUNG: Falls Sie diesen GN-STAT-NEWSLETTER nicht erhalten wollen
oder wenn Freunde oder Bekannte Ihrerseits diesen Newsletter auch erhalten wollen,
bitten wir um entsprechende Rückmeldung an jg@rib-ev.de >>

 

KONTAKT: ArmsInformationCentre / RIB e.V. mit dem GLOBAL NET, Freiburg

Email: contact@gn-stat.org, web: www.rib-ev.de, phone: 0049-(0)761-7678088

KOOPERATIONSPARTNER: International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlin/Geneva, mit 300 Mitgliedsorganisationen aus 70 Ländern, Email: info@ipb-office.berlin, web: www.ipb.org

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

Email: svg@dfg-vk.de, web: www.dfg-vk.de

 

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GN-STAT NEWSLETTER 03 del 14 de diciembre 2020

 

++ CASO 06-1: Barreras nefastas – Border Security alrededor de Arabia Saudí ++
++ CASO 06-2: Barreras Nefastas – Border Security en Israel ++
++ Invitación a ver el nuevo sitio web de GLOBAL NET ++
++ Su Apoyo a la Global NET con acciones, como miembro y/o con donativos ++

 

Estimados Amigos y Amigas de la Paz:

 

presentamos aquí el CASO 06 en sus dos primeras partes – en total serán cuatro- que exponen la falta de escrúpulos con la que empresas armamentistas entregan armamento en zonas de conflicto o en guerra, provocando así que la población tenga que huir. A continuación, muchas de esas empresas sacan doble provecho de su negocio, al entregar, seguidamente, elementos para barreras fronterizas que resultan mortales para quienes buscan refugiarse en otro lugar. Nuestro autor, Wolfgang Landgraeber ha investigado y documentado tales casos.

 

¡Además, el día de hoy inauguramos nuestro nuevo Sitio Web!

 

++ CASO 06-1: Barreras Nefastas – Border Security alrededor de Arabia Saudí ++

Arabia Saudí, el estado en el desierto, desde hace años a dado por encerrarse ante sus estados vecinos. El reino se siente amenazado. Sin embargo, no solicitó las instalaciones de seguridad fronteriza a compañías saudíes, sino al grupo industrial europeo Airbus N.V., que anteriormente – vía Gran Bretaña – le había entregado aviones de combate tipo “Tornado” y “Eurofighter”. Éstos se emplearon más tarde en la guerra con Yemen, causando la muerte de miles y miles de civiles, agravando a la vez dramáticamente la situación de migrantes. No existe ya manera de abandonar la Península Árabe.

++ Caso 06-2: Barreras Nefastas – Border Security en Israel ++

Israel persigue desde hace años metas similares a las de Arabia Saudí: asegurar sus fronteras en su totalidad. Salvo algunos tramos, el país está completamente rodeado de instalaciones fronterizas equipadas con tecnología de alta seguridad. Ésta es, mayormente, producto de fabricantes armamentistas israelíes, en sí ya un negocio de gran envergadura, acrecentado aun más por la exportación a países que no respetan los derechos humanos o que se encuentran en guerra.

Consultar: https://www.gn-stat.org/wp-content/uploads/2020/12/Case06.1langSP.pdf

 

++ ¡Hoy inauguramos nuestro nuevo sitio web del GLOGBAL NET! ++

Para todos sus nuestros usuarios el nuevo sitio web aportará incontables posibilidades, ya que dispone de un volumen de datos mucho mayor para realizar investigaciones y crear proyectos culturales. Con los futuros proyectos, que se iniciarán en noviembre y diciembre 2020 y a comienzos de 2021, ponemos a su disposición datos e información de fondo respecto al comercio de armas mundial y pretendemos dar estímulos en el ámbito de la “Cultura de Paz”.

Consultar: www.gn-stat.org

 

++ Su Apoyo a la Global NET con acciones, como miembro y/o con donativos ++

La investigación sobre la exportación de armas a nivel mundial es importante y, a la vez, costosa. El apoyo que Ud. pueda brindarnos, nos es imprescindible, bien sea cooperando activamente en la labor de investigación o en el trabajo de lectorado o traducción de textos, bien sea como miembro en nuestra Asociación Civil “Oficina de información de armamentos” (RIB.eV)”. Todo donativo nos es bienvenido.

Consultar: https://www.gn-stat.org/?p=1910

Agradeciendo su respuesta quedamos

con saludos de paz de

Ruth Rohde, Wolfgang Landgraeber y Jürgen Grässlin

Traducción: María-Eugenia Lüttmann-Valencia

 

AVISO: Si no desea recibir los GN-STAT-NEWSLETTER

o si desea que se los enviemos sus amigos y conocidos, le rogamos nos lo comunique a

jg@rib-ev.de o a graesslin@dfg-vk.de

 

CONTACTO: ArmsInformationCentre / RIB e.V. mit dem GLOBAL NET, Freiburg

Email: contact@gn-stat.org, web: www.rib-ev.de, phone: 0049-(0)761-7678088

 

EN COOPERACIÒN CON:

International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlín/Ginebra,

junto con 300 organizaciones miembro en 70 países,

Email: info@ipb-office.berlin, web: www.ipb.org

 

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK)

Email: svg@dgf-vk.de, Web: www.dfg-vk.de

 

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GN-STAT NEWSLETTER 03    14 de Dezembro 2020

 

++ CASO 06-1: Paredes de Morte – Border Security em redor da Arábia Saudita ++ 

++ FALL 06-2: Paredes de Morte – Border Security iem Israel ++

++ Visite o novo site da GLOBAL NET ++

++ Apoie a GLOBAL NET através da sua adesão e/ou doação!++ 

 

Estimados Senhores e Senhoras, caros amigos e amigas da paz!

 

Apresentamos-lhes a seguir, o nosso novo CASO 06, em que revelamos – de um total de quatro – os dois primeiros exemplos de como, de forma inescrupulosa, certas empresas fornecem armas a zonas de crise e de guerra, obrigando assim inumerosas pessoas a fugir. Muitas destas empresas aproveitam-se, em seguida,  uma segunda vez, fornecendo também componentes para vedação por „paredes mortíferas“, que impedem os fugitivos de saírem fora do país – como o nosso autor Wolfgang Landgraeber documenta nas suas nvestigações.

É hoje que lançamos o nosso novo website!

 

++ CASO 06-1: Paredes de Morte – Border Security em redor da Arábia Saudita ++ 

Já há anos que o estado desértico da Arábia Saudita pratica uma política de isolamento total em relação aos seus países vizinhos. O Reinado sente-se ameaçado. O contrato para a construção das instalações de segurança nas fronteiras não foi adjudicado a empresas sauditas, mas à empresa europeia de armamento Airbus N.V., que anteriormente, através do Reino Unido, tinha abastecido os sauditas com sistemas de armamento no valor de biliões de dólares, entre os quais  jactos de combate do tipo „Tornado“ e „Eurofighter“. Estes foram também utilizados na guerra contra o Iémen, onde, além de  morrerem dezenas de milhares de civis, se agravou dramaticamente a miséria dos refugiados. Porque a fuga através da Península Arábica já não é possível.

++ FALL 06-2: Paredes de Morte – Border Security em Israel ++

Há anos que Israel persegue um objectivo comparável ao da Arábia Saudita: o controlo total da protecção das suas fronteiras. Com excepção de algumas poucas secções, o país está agora completamente rodeado de instalações de alta tecnologia para a segurança fronteiriça. Em grande parte, a tecnologia foi desenvolvida por empresas de armamento israelitas, o que significa um enorme negócio – também através da exportação para Estados beligerantes ou violadores dos direitos humanos.

Ver https://www.gn-stat.org/?p=709

 

++ É hoje que lançamos o nosso novo website da GLOBAL NET! ++

O nosso novo website abrirá muitas possibilidades, inovativas uma vez que fornecerá muito mais volume de dados para futuros projectos de investigação ou de carácter cultural. Com os próximos projectos, que começarão em Novembro e Dezembro de 2020 e no início de 2021, fornecer-lhe-emos mais factos e informações de fundo sobre o comércio global de armas bem como impulsos criativos na área da „cultura da paz“. Deixe-nos surpreendê-los! Ver www.gn-stat.org.

 

++ Apóie a GLOBAL NET através de acção, adesão e/ou doação / ++ 

A investigação global sobre exportação de armas é importante e, ao mesmo tempo, imensamente dispendiosa. Ficaremos satisfeitos com o seu apoio: quer através de cooperação activa na investigação, na elaboração ou tradução de textos, quer através da adesão à RüstungsInformationsBüro/ArmsInformationCentre, uma associação sem fins lucrativos (RIB e.V.) e/ou através da sua/tua doação. Ver https://www.gn-stat.org/?p=1910

Estamos satisfeitos com o seu feedback!

Com saudações pacíficas, a equipa editorial

Jürgen Grässlin, Ruth Rohde e Wolfgang Landgraeber

Tradução de Erika Weisser

 

<< ATENÇÃO: Se não deseja receber esta GN-STAT-NEWSLETTER ou se os seus amigos ou conhecidos também desejam receber esta newsletter, pedimos um feedback apropriado para: jg@rib-ev.de >>

CONTACTO: ArmsInformationCentre / RIB e.V. mit dem GLOBAL NET, Freiburg,

Email: contact@gn-stat.org, web: www.rib-ev.de, phone: 0049-(0)761-7678088

OS PARCEIROS DE COOPERAÇÃO: International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlin/Geneva, com 300 organizações membros de 70 países, Email: info@ipb-office.berlin, web: www.ipb.org

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

(DFG-VK), Email: svg@dfg-vk.de, web: www.dfg-vk.de

 

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GN-STAT NEWSLETTER 03      14 dicembre 2020

++ CASO 06-1: Le mura della morte – la border security attorno all’Arabia Saudita ++ 

++ CASO 06-2: Le mura della morte – La border security in Israele ++

++ Visita il nuovo sito internet di GLOBAL NET ++

++ Sostieni GLOBAL NET diventando socio o tramite una donazione! ++ 

 

Gentili signore, Egregi signori, care amiche e cari amici della pace!

 

Di seguito Vi presentiamo il nostro nuovo CASO 06, nel quale mostriamo i primi due esempi, su un totale di quattro, di come le aziende forniscano senza scrupoli armi alle zone di crisi e di guerra, spingendo così la gente a fuggire dalle proprie terre. Molte di queste aziende aziende traggono poi ulteriore vantaggio dalla fornitura di componenti per la chiusura dei confini tramite le “mura della morte”, che impediscono ai rifugiati di fuggire – come rivelato dal nostro autore Wolfgang Landgraeber nelle proprie ricerche.

Inoltre, da oggi, è operativo il nostro nuovo sito internet!

++ CASO 06-1: Le mura della morte – La border security attorno all’Arabia Saudita ++ 

Lo stato dell’Arabia Saudita spinge da anni verso il completo isolamento dai Paesi vicini. Il regno si sente minacciato. L’appalto per la costruzione degli impianti di sicurezza alle frontiere non è stato assegnato a società saudite, ma alla multinazionale europea degli armamenti Airbus N.V., che in precedenza aveva fornito al governo saudita tramite la Gran Bretagna sistemi di armamenti dal valore miliardario, tra cui i jet da combattimento “Tornado” ed “Eurofighter”, i quali sono stati usati anche nella guerra contro lo Yemen, in cui decine di migliaia di civili sono morti e la miseria dei rifugiati si è drammaticamente aggravata. La fuga attraverso la penisola arabica non è, infatti, più possibile.

++ FALL 06-2: Le mura della morte – La border security in Israele ++

Da anni Israele persegue un obiettivo simile a quello dell’Arabia Saudita: la totale messa in sicurezza dei propri confini. Ad eccezione di alcune tratti, il Paese è ora completamente circondato da impianti di sicurezza di frontiera altamente tecnologici. La maggior parte della tecnologia è stata sviluppata da industrie israeliane produttrici di armi e rappresenta un business enorme – anche attraverso le esportazioni verso gli Stati che violano i diritti umani o che si trovano in guerra.

Vedu https://www.gn-stat.org/?p=709

 

++ Oggi diventa operativo il nuovo sito internet di GLOBAL NET! ++

Il nostro nuovo sito internet aprirà molte nuove possibilità, in quanto fornirà un volume di dati più ampio per i prossimi progetti di ricerca e culturali. Con i nuovi progetti, che avvieremo a novembre e dicembre 2020 e all’inizio del 2021, vi forniremo ancora più fatti e retroscena sul commercio globale di armi nonché qualche impulso creativi nell’ambito della “cultura della pace”. Lasciatevi sorprendere!

Vedi www.gn-stat.org.

 

++ Sostieni GLOBAL NET con le Tue azioni, diventando socio oppure tramite una donazione ++ 

La ricerca a livello mondiale sulle esportazioni di armi è importante e allo stesso tempo molto impegnativa. Saremo lieti di ricevere il Tuo/Vostro sostegno: sia attraverso una collaborazione attiva nella ricerca, nella redazione o nella traduzione di testi, sia attraverso l’adesione al RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), associazione senza scopo di lucro, e/o attraverso una Vostra donazione.

Vedi https://www.gn-stat.org/?p=1910

 

Vi ringraziamo per il Vostro feedback!

Cordiali saluti, il team della redazione

Jürgen Grässlin, Ruth Rohde e Wolfgang Landgraeber

 

<< ATTENZIONE. Se non gradisci ricevere il presente GN-STAT-NEWSLTETTER

oppure se anche i Tuoi amici e conoscenti vorrebbero riceverlo,

chiediamo gentilmente di scriverci all’indirizzo mail jg@rib-ev.de  >>

 

CONTATTI: ArmsInformationCentre / RIB e.V. con il GLOBAL NET, Freiburg

E-mail: contact@gn-stat.org, sito internet: www.rib-ev.de, telefono: 0049-(0)761-7678088

PARTNER COOPERANTI: International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlino/Ginevra, con 300 organizzazioni associate di 70 Paesi, E-mail: info@ipb-office.berlin, sito internet: www.ipb.org

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

E-mail: svg@dfg-vk.de, sito internet: www.dfg-vk.de

 

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GN-STAT NEWSLETTER 03      14 décembre 2020

++ CAS 06-1 : Murailles meurtrières — Border Security autour de l’Arabie saoudite ++ 

++ CAS 06-2 : Murailles meurtrières — Border Security en Israël ++

++ Rendez-vous sur le nouveau site web de GLOBAL NET ++

++ Soutenez GLOBAL NET en adhérant et en faisant un don ! ++ 

 

Madame, Monsieur, chers amis et chères amies de la Paix !

 

Nous vous présentons ci-dessous notre nouvelle édition de FALL 06, dans laquelle nous abordons les deux premiers de quatre exemples au total traitant de la manière dont des entreprises fournissent sans aucun scrupule des armes dans des régions en proie aux tensions ou à une guerre, forçant ainsi les gens à prendre la fuite. Nombreuses sont ces entreprises à tirer profit une seconde fois en fournissant en plus des éléments servant à s’isoler grâce à des « murailles meurtrières » qui empêchent les personnes en fuite de continuer leur route, comme notre auteur Wolfgang Landgraeber l’a documenté au travers de ses recherches.

Et nous lançons aujourd’hui notre nouveau site web !

 

++ CAS 06-1 : Murailles meurtrières — Border Security autour de l’Arabie saoudite ++

L’Arabie saoudite, État dans le désert, fait pression depuis des années pour s’isoler complètement de ses voisins. Le royaume se sent menacé. Toutefois, le contrat pour les installations de sécurité frontalières n’a pas été attribué à des entreprises saoudiennes, mais au groupe d’armement européen Airbus N.V., qui avait auparavant fourni aux Saoudiens, par le biais de la Grande-Bretagne, des systèmes d’armement chiffrés à plusieurs milliards, entre autres des avions de chasse de type Tornado et Eurofighter. Ceux-ci ont également été utilisés dans la guerre contre le Yémen, qui a fait des dizaines de milliers de victimes civiles et qui a aggravé la misère  des réfugiés de manière dramatique. Car la fuite en passant par la péninsule arabique est dorénavant impossible.

++ CAS 06-2 : Murailles meurtrières — Border Security en Israël ++

Israël poursuit depuis des années un objectif similaire à celui de l’Arabie saoudite : réaliser la sécurisation totale de ses frontières. À l’exception de quelques rares sections, le pays est entretemps complètement entouré d’installations de sécurité frontalière des plus performantes. La technologie, développée en grande partie par des firmes d’armement israéliennes, est synonyme d’énormes profits, et ceci également grâce à l’exportation vers des États violant les droits de l’homme ou en guerre. Voir

https://www.gn-stat.org/wp-content/uploads/2020/12/Case06-Einfuehrung_EN.pdf

 

++ Notre nouveau site démarre aujourd’hui : GLOBAL NET ! ++

Notre nouveau site web offrira de nombreuses et nouvelles possibilités car il dispose d’un volume de données considérablement accru qui faciliteront les recherches et les projets culturels à venir. Avec les nouveaux projets que nous lançons en novembre et en décembre 2020 ainsi que début 2021, nous vous présenterons de nouveaux faits et informations de fond sur le commerce des armes à l’échelle mondiale ainsi que des inspirations créatives dans le domaine de la « culture de la Paix ». Partez à la découverte ! Voir www.gn-stat.org.

 

++ Soutenez GLOBAL NET par l’action, l’adhésion et/ou le don/ ++ 

Effectuer des recherches internationales sur les exportations d’armes est important et en même temps, requiert des efforts immenses. Nous sommes reconnaissants de votre soutien, que ce soit en coopérant activement aux recherches, à la rédaction ou à la traduction de textes, ou en adhérant au Bureau d’Information sur l’Armement reconnu d’utilité publique  (RüstungsInformationsBüro ou RIB e.V.) et/ou en faisant un don. Voir https://www.gn-stat.org/?p=1910

Merci de vos retours !

Avec les salutations pacifistes de l’équipe rédactionnelle

Jürgen Grässlin, Ruth Rohde et Wolfgang Landgraeber

Traduction de Laurence Wuillemin

 

<< ATTENTON : SI vous ne désirez plus recevoir cette GN-STAT-NEWSLETTER ou si au contraire vos ami.e.s ou connaissances veulent la recevoir, nous vous prions de bien vouloir nous contacter en écrivant à : jg@rib-ev.de >>

 

CONTACT : ArmsInformationCentre / RIB e.V. mit dem GLOBAL NET, Fribourg-en-Brisgau

Email : contact@gn-stat.org ; web : www.rib-ev.de ; tél. : 0049-(0)761-7678088

PARTENAIRES : International Peace Bureau / Bureau International Permanent de la Paix, Berlin/Genève, avec 300 organisations membres de 70 pays, email : info@ipb-office.berlin ; web : www.ipb.org

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
Email : svg@dfg-vk.de ; web : www.dfg-vk.de

 

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Die Freiburger Friedenswochen stehen bevor!

Do, 29/10/2020 - 10:37

wir haben dieses Jahr wundervolle Referent*innen für euch parat.

Aufgrund der aktuellen Corona situation werden die Veranstaltungen online stattfinden. Anmelden kann man sich per E-Mail an friedenswoche@rib-ev.de mit dem Namen der Referent*innen. Der Link für die Konferenz wird dann vor Beginn der Veranstaltung einzeln gesendet.

Am Montag den 2. November der Vortrag „Waffenhandel – eine Tour in die Schattenwelt“ und Q&A mit Andrew Feinstein 19Uhr

Der Vortrag wird in Englisch gehalten mit deutscher Übersetzung.

Andrew Feinstein ist der Autor des Buches Shadow World: Inside the Global Arms Trade sowie Drehbuchautor des gleichnamigen Films. Weitergehend ist er Executive Director von Shadow World Investigations https://shadowworldinvestigations.org In dem Vortrag wird Feinstein darlegen, wie das korrupteste aller Geschäfte – basierend auf Absprachen zwischen Politikern, Führungskräften, militär- und dubiosen Vermittlern – Demokratie und Rechtsstaatlichkeit untergräbt und uns gleichzeitig ärmer, weniger sicher und weniger gesund macht. Waffenhersteller und ihre politischen Beschützer zählen ihre Gewinne in Milliarden und ihre Kosten in Menschenleben, während sie verlogen behaupten, dass der Waffenhandel gut für unsere Volkswirtschaften ist. Feinstein enthüllt die Realität dieses Handels indem er sich auf den entsetzlichen Konflikt im Jemen konzentriert, der von deutschen und anderen EU-Waffen angeheizt wird. „Gobal Camp-gegen Militärausgaben – Was wirklich zählt“

Am Dienstag den 17.November der Vortrag „100 Sekunden bis Mitternacht“ und Q&A mit Philipp Jennings 19 Uhr

 

Der Vortrag wird in Englisch gehalten mit deutscher Übersetzung. Philipp J. Jennings ist Co-Präsident des IPB, des Internationalen Friedensbüros, das sich seit 1891 für den Frieden engagiert. Der kürzlich verstorbene legendäre US-Bürgerrechtler John Lewis hat einmal gesagt: „Wenn du etwas siehst, das nicht richtig oder fair ist oder einfach, musst du etwas sagen, du musst etwas tun. Du musst in Schwierigkeiten kommen, gute Probleme, notwendige Probleme.“ Im Januar dieses Jahres veröffentlichten die Atomwissenschaftler der USA die Weltuntergangsuhr 2020. Es war die nächste Mitternacht, seit die erste Weltuntergangsuhr 1947 veröffentlicht wurde. Die covid19-Pandemie, die sich verschlechternde Klimakrise, die wirtschaftliche Ungleichheit, die Erniedrigung der Menschenrechte, die massive Zunahme der globalen Militärausgaben, kollabierende Rüstungskontrollverträge, neue Investitionen in Atomwaffen, neue Szenarien für ihren praktischen Einsatz, neue Waffen auf dem Weg nach Europa haben die zweite Hand wahrscheinlich näher an Mitternacht getrieben. Philip Jennings ist der kürzlich gewählte Co-Präsident des ältesten Friedensbüros der Welt, das in der Friedenswoche darüber sprechen wird, warum wir „gute Probleme“ für Planet, Menschen und Frieden machen müssen. Am Mittwoch den 18. November der Vortrag „Globale Kampagne zu Militärausgaben – Was wirklich zählt“
und Q&A mit Jordi Calvo Rufanges  19Uhr
Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten und ins deutsche Übersetzt.

Jordi Calvo Rufanges arbeitet im Centre Delas Barcelona.

Er wird darüber sprechen, wie Frieden, Krieg und Sicherheit auf ein liberales Paradigma reagieren, welches die Wahrscheinlichkeit, in den Krieg zu ziehen, erhöhen lässt. Zusätzlich wird er darüber sprechen wie Waffenhandel, Militärausgaben und die Finanzierung von Waffen und Rüstungsunternehmen die Welt unsicherer machen. Alternativen zu der liberalen Sicherheitspolitik und Militarisierung kommen von sozialen Bewegungen, welche jedoch Pazifismus und Abrüstung in ihre zentralen Werte mit aufnehmen müssen. Mehr Wissen gegen waffenverbreitung und Militarismus sind nötig und können uns als Möglichkeit dienen um eine Kultur des Friedens zu kreieren.

Am Mittwoch den 25. November der Vortrag „Kleinwaffen in Kinderhänden – deutsche Waffenexporte und schwere kinderrechtsverletzungen“ und Q&A mit Ralph Willinger 19Uhr   Der Vortrag wird auf deutsch gehalten. Die Vereinten Nationen haben sechs schwere Kinderrechtsverletzungen in bewaffneten Konflikten definiert und dokumentieren diese jedes Jahr, darunter das Rekrutieren von Kindern als Soldaten, Tötung und Verstümmeln, sexuelle Gewalt und Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser. Deutschland liefert in viele Konfliktländer, in denen inderrechte schwer verletzt werden, Kleinwaffen, Munition und andere Waffensysteme und trägt damit zum Leid der Kinder bei. Ralf Willinger, Referent für Kinderrechte vom Kinderhilfswerk terre des hommes, stellt in seinem Vortrag Fakten und allbeispiele aus Lateinamerika, Afrika und Asien dar, berichtet von Kindersoldaten und Kindersoldatinnen, die er getroffen hat, und benennt die Verantwortung deutscher Rüstungsunternehmen. Am Freitag den 27.November „Die Festung Europa: Abschottung um jeden Preis und ihre Folgen“ mit Beiträgen von Michaela Ruesse u.a. 19Uhr Der Vortrag wird auf deutsch gehalten. In der Flüchtlingspolitik hat sich die EU endgültig von ihren Werten verabschiedet. Menschenrechte und die Herrschaft des Rechts gelten noch innerhalb, an den Außengrenzen sind sie weitgehend abgeschafft und das Völkerrecht wird systematischgebrochen. Auf den griechischen Inseln werden zehntausende Geflüchtete in Lagern
festgehalten, in denen alle Grundsätze der Humanität nicht mehr gelten.
Im zentralen Mittelmeer arbeitet Frontex der sog. libyschen Küstenwache zu mit dem Ziel, alle, die die gefährliche Überfahrt in seeuntüchtigen Booten wagen sollten, wieder in die Folterlager zurück zu bringen. Staatliche Seenotrettung seitens der EU findet nur begrenzt oder nicht statt. Abschreckung ist das Prinzip und das Gesicht Europas nach außen geworden. Wir wollen Wege aufzeigen, wie humanitäre Grundsätze wieder Normalität werden können, und wie wir mit der Migration umgehen müssen. Wir freuen uns auf eure Anmeldungen RüstungsInformationsBüro und das Freiburger Friedensforum

Together with the IPB and ICAN we celebrate the historical step of the 50th ratification of the Treaty on the Prohibition of Nuclear weapons

Mo, 26/10/2020 - 09:52

After 3 years of debates, pressures and mobilisation, 50 countries have today finalised the ratification of the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons. It is a radical step toward the complete elimination of this inhumane and outdated weapon of mass destruction!

Each of these courageous 50 countries as well as the 84 that have signed it, deserve our admiration in times of international tensions and blackmail, when the 9 nuclear wepons possessors -among them the 5 permanent members of the Security Council -have done everything to prevent this historical step to happen.

In this moment, we also pay tribute to generations of activists that have tirelessly raised awareness about the humanitarian impact of nuclear weapons, since the bombing of Hiroshima and Nagasaki in August 1945. The victims of these bombings and the survivors, the Hibakusha are today in our hearts to celebrate together a new era : nuclear weapons are officially illegal in 90 days when the TPNW will enter into force.

Now, we focus our work on the universalisation of the TPNW, that all States have to ratify. Untill then, we call every peace lover to celebrate this historical step, and deliver this great news with noise and fun, as the road to a world free of nuclear weapons is now wide open!

Ziviler Friedensdienst als neues Instrument der österreichischen Außenpolitik

Di, 20/10/2020 - 11:51

Ein Pionierprojekt macht Tempo

Ein Beitrag aus unserem Wiener Büro von Thomas Roithner und Pete Hämmerle

Beim Zivilen Friedensdienst in Österreich herrscht seit Jahresbeginn 2020 Bewegung. Diese Bewegung geht auf den Frühling 2019 zurück: Der Neuwahlbeschluss und damit die Möglichkeit, im Wahlkampf für die Unterstützung eines Friedensdienstgesetzes zu werben. Die Versöhnungsbund-Kampagne (http://www.versoehnungsbund.at/zfd/) erhielt viel Zustimmung von Nationalratsabgeordneten und KandidatInnen von SPÖ, NEOS, Grüne, Parteiunabhängige, KPÖ und Wandel. Die Grünen warben mit dem ZFD auch in ihrem Wahlprogramm.

Was ist Ziviler Friedensdienst?

Der Zivile Friedensdienst ist ein eigenständiges Instrument der österreichischen Außenpolitik und als Gemeinschaftswerk von Staat und Zivilgesellschaft konzipiert. Über den ZFD werden durch den Einsatz von Friedensfachkräften lokale Partnerorganisationen in Krisen- und Konfliktgebieten in Fragen von Gewaltprävention und Verhinderung von Gewalt, ziviler Konfliktbearbeitung und Friedensförderung auf Augenhöhe unterstützt.

Ziel ist die Stärkung zivil(gesellschaftlich)er Kapazitäten für Dialog, Versöhnung, Zusammenarbeit sowie das Eintreten für Friedensprozesse. Der ZFD agiert ausschließlich auf gewaltfreier Basis und bringt unterschiedliche Methoden ziviler Konfliktbearbeitung und Menschenrechtsschutz unter besonderer Berücksichtigung des Genderaspekts zur Anwendung.

Der ZFD ist kein Ersatz für das außen-, sicherheits- und friedenspolitische Instrumentarium des Staates und internationaler Organisationen, sondern eine wertvolle, zivilgesellschaftlich getragene Ergänzung. Einige diesbezügliche Strategiedokumente der Republik Österreich unterstreichen die unverzichtbare Bedeutung der Zivilgesellschaft zur Bearbeitung von Konflikten.

Der ZFD ist kein „Lerndienst“ vorwiegend Freiwilliger, sondern ein professioneller Einsatz von KonfliktarbeiterInnen mit entsprechender Ausbildung, Qualifikation und Entlohnung. Der ZFD ist ein vom Wehr- und Zivildienst unabhängiges und eigenständiges Instrument.

Regierungsprogramm 2020

Der Zivile Friedensdienst wurde im Rahmen der Regierungsverhandlungen zwischen der neuen Volkspartei und den Grünen debattiert und folgende Passage fand Aufnahme im Kapitel Außenpolitik des Regierungsprogramms:

„Prüfung der Etablierung einer Mediationsfazilität im BMEIA und der Einrichtung eines österreichischen zivilen Friedensdienstes im Rahmen der Aktivitäten des BMEIA, jeweils unter Beiziehung der bestehenden Strukturen und entsprechender Ressourcenausstattung.“

Entschließungsantrag Ziviler Friedensdienst

Mit dem Hintergrund eines zivilgesellschaftlich abgestimmten Konzeptes brachten die Nationalratsabgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) und Reinhold Lopatka (ÖVP) am 27.5.2020 einen Entschließungsantrag (https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_00569/index.shtml) ein, der den Außenminister „auffordert, ehestmöglich mit der Planung der Einrichtung eines österreichischen Zivilen Friedendienstes unter umfassender Einbindung der Zivilgesellschaft zu beginnen“.

In der Begründung des Entschließungsantrages (27.5.2020) wurde die Rolle Österreichs beim Menschenrechtsschutz wie auch die im Regierungsprogramm vorgesehene Positionierung als „Ort des Dialogs“ betont. Ebenso wurde auf das Engagement Österreichs „für Projekte zur zivilen Krisenprävention und Konfliktlösung“ explizit verwiesen und „das deutsche Modell kann Österreich als Vorbild und Orientierungshilfe dienen.“

Der ZFD soll gemäß der Begründung „als eigenständiges Instrumentarium einer aktiven österreichischen Außenpolitik für zivile Gewalt- und Krisenprävention sowie aktive Friedensförderung in Konflikt- und Krisenregionen dienen.“ In der Abstimmung wurde die Entschließung durch die Volkspartei, die Grünen, die Sozialdemokratie und die NEOS angenommen.

In der folgenden Parlamentsdebatte vom 8.7.2020 begründet Ewa Ernst-Dziedzic den ZFD auch mit „der neutralen Vermittlerrolle“ Österreichs. Reinhold Lopatka stellt fest „mittels dieses Entschließungsantrages einen Stein ins Rollen bringen“ zu können. Bereits im Wahlkampf sah Petra Bayr (SPÖ) via Austria Presse Agentur im ZFD „eine wichtige Weiterentwicklung unserer Außenpolitik“.

Vernetzung Zivilgesellschaft

Rund vierzig VertreterInnen der Zivilgesellschaft und von think tanks nahmen am 6. Juli 2020 auf Einladung des Grünen Klubs im Parlament, vertreten durch Ewa Ernst-Dziedzic, in der Wiener Hofburg am Vernetzungs- und Austauschtreffen teil. Die Ergebnisse der Beratungen sind Basis für die weitere Zusammenarbeit der zivilgesellschaftlichen AkteurInnen.

Große Schwester

In Deutschland gibt es den Zivilen Friedensdienst (https://www.ziviler-friedensdienst.org/de) bereits seit 1999. In den vergangenen 20 Jahren wurden rund 1.500 Friedensfachkräfte in mehr als 60 Ländern eingesetzt. Mit Stand 31.12.2019 waren 350 Friedensdienende in 45 Ländern aktiv. ZFD Deutschland wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit einem Jahresbudget von 55 Millionen Euro jährlich unterstützt.

Seit Beginn der 1990er-Jahre engagieren sich zivilgesellschaftliche Organisationen für einen Zivilen Friedensdienst in Österreich, um professionelle KonfliktarbeiterInnen mit entsprechender Ausbildung zum Einsatz zu bringen. Im Jahr 2020 sind einige Schritte mit Siebenmeilenstiefeln gelungen. Ein Pionierprojekt in Österreich macht Tempo.

Thomas Roithner ist Friedensforscher und Privatdozent für Politikwissenschaft an der Universität Wien und Mitarbeiter im Internationalen Versöhnungsbund – Österreichischer Zweig. Sein jüngstes Buch „Flinte, Faust und Friedensmacht. Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik Österreichs und der EU“ ist 2020 bei myMorawa erschienen.

E-Mail: thomas.roithner@univie.ac.at

http://thomasroithner.at/cms/index.php/zfd

 

Pete Hämmerle ist Co-Geschäftsführer des Internationalen Versöhnungsbundes, österreichischer Zweig, seit langem engagiert in den Österreichischen Friedensdiensten und anderen gewaltfreien Friedensinterventionen

E-Mail: petehaemmerle@versoehnungsbund.at

Web: www.versoehnungsbund.at/zfd

 

Thomas Roithner und Pete Hämmerle leiten gemeinsam die Kampagne #ZivilerFriedensdienstÖsterreich

 

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Rüstungsexport-Genehmigungen für dt. Waffenexporte sinken um ein Drittel ++ Hauptempfängerland Ägypten ++ Waffentransfers für Krisen- und Kriegsgebiete

Di, 13/10/2020 - 09:33

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreund*innen,

im vergangenen Jahr hatten die Einzelausfuhrgenehmigungen der Bundesregierung bei Rüstungsexporten einen neuerlichen Rekordwert erreicht. Die vermeintlich positive Entwicklung mit der Senkung der Genehmigungen für Waffenlieferungen in 2020 um ein Drittel ist kein Grund zur Freude oder gar zur Entwarnung:

* Das Hauptempfängerland deutscher Kriegswaffen – Ägypten – ist Mitglied der Kriegsallianz, die seit März 2015 im Jemen einen völkerrichtwidrigen Krieg führt. Ägypten wird von einer Militärregierung geführt, die schwere Menschenrechtsverletzungen beging und begeht.

* Die Hälfte <!> der genehmigten Waffentransfers soll an Drittländer außerhalb von NATO und EU gehen. Damit verantwortet die CDU/CSU/SPD-geführte Bundesregierung in immensem Umfang Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete und an menschenrechtsverletzende Regime.

Das RüstungsInformationsBüro trauert um Otfried Nassauer

Mo, 05/10/2020 - 14:46

Schweren Herzens müssen wir Abschied nehmen. In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 2020 ist unser Freund, Friedensfreund und vertrauensvoller Partner Otfried Nassauer plötzlich und unerwartet in Berlin verstorben.

Mit Otfried verlieren wir einen langjährigen Begleiter, äußerst wichtigen Rüstungsexport- und Abrüstungsexperten. Seit den Achtzigerjahren war er einer der wichtigsten Journalisten, der die Themen der Friedensbewegung – zum Teil gegen erhebliche Widerstände – in die Medien brachte. Mit unserem Kooperationspartner – dem Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit – gründete er einen der international zentralen Orte, welche sich der fundierten wissenschaftlichen Recherche zu Rüstungsexportpolitik, nuklearer Abrüstung und Rüstungskontrolle verschrieben hat.

Seine detaillierte Expertise wird uns Fehlen und ist durch niemandem ersetzbar. Die Aus- und Rücksprache mit ihm und sein Rat werden uns sehr fehlen. Die Erinnerungen an lange, zumeist nächtliche Telefonate und verplauderte Abende bei Tapas, guten Getränken und herzlichem Lachen bleiben als Erinnerung und Trost.

Otfried Nassauer war in Politik, Wirtschaft und Medien über herkömmliche Grenzen hinaus ausgezeichnet vernetzt. Die Bereitschaft zu vertrauensvoller Zusammenarbeit um der Sache willen war eine seiner vielen Stärken. Viele seiner hervorragend recherchierten und für uns in der Friedensbewegung unverzichtbaren Studien hat Otfried teilweise sogar auf eigene Kosten geleistet.

Der Mensch und der Rüstungsexperte Otfried Nassauer ist stets mit großem Engagement seinen Überzeugungen gefolgt – er wird uns sehr fehlen. Mit Otfried verlieren wir einen engen Mitstreiter, vor allem aber einen lieben Freund.

In tiefer Trauer

Jürgen Grässlin und Stephan Möhrle

im Namen des Vorstands des RüstungsInformationsBüros