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Politik und Technik aus München - Pazifistisch mit dem Fahrrad (Peace, cycling and more)
Aktualisiert: vor 6 Stunden 34 Minuten

aktuell von fefe empfohlen

Sa, 20/05/2017 - 13:28

http://blog.fefe.de/?ts=a7dee24a
Aber manchmal gibt es Ausnahmen. Da geht jemand los und tut etwas, das auch außerhalb des normalen Aktionsradius von einer Person Auswirkungen haben kann. Wir hatten auf dem 33c3 eine Filmvorführung von "National Bird", das war sowas. Eine vergleichsweise zierliche Journalistin, die vorher als Korrespondentin für NDR und CNN gearbeitet hat, hat sich eines Tages entschieden, dass sie die Drohnenmorde nicht mehr hinnehmen will. Sie hat sich eine US-Soldatin genommen, und ist mit der einfach so in die Drohnenmordgebiete in Afghanistan gegangen. Mehrere Whistleblower kommen zu Wort, und nach allen Kommentaren zu dem Film zu urteilen ist das ein zeitgenössisches Meisterwerk, eine Sache, bei der jeder von uns als erstes denkt: Whoa, die hat mal was gemacht! Geil!
Und der Film gammelt da jetzt in der Obskurität herum, lief auf ein paar Filmfestivals. Das mindeste, was wir jetzt alle machen können, ist dafür sorgen, dass sie dieses krasse Risiko nicht umsonst eingegangen ist. Sie und die Whistleblower natürlich. Ich will jetzt nicht ausführen, was ich gehört habe, was die für Drohungen ausgesetzt sind, das könnt ihr euch ja selber denken.
Jedenfalls, wer den Film sehen möchte, und dazu möchte ich alle Leser ausdrücklich aufrufen, der kann das in einigen Kinos im Lande tun. Viel weniger als ich gehofft hätte, aber hey, immerhin. Man kann, wenn man will. Ihr solltet die Chance nutzen.

In München diesen Sonntag, 21.5.2017 um 16:30h http://www.kinosmuenchnerfreiheit.de/film.php?id=12568715 dazu Gespräch mit Regisseurin, weitere Termine davor/danach

Nein zu Google - speziell: AMP

Fr, 19/05/2017 - 15:40

Beim britischen "Register" erschien gerade ein aufklärender Artikel .. ich fürchte nur, die Googel-Maschine ist schon zu stark:

Es geht um eine Technik für Webseiten, die - für Google - besonders effitiv arbeiten sollen, speziell bei Mobilanwendungen.
Der Artikel dort ist in Englisch:
https://www.theregister.co.uk/2017/05/19/open_source_insider_google_amp_...
und ich kann es nicht selber ausreichend Übersetzen - bitte dort nachlesen, aber die Überschrift ist schon heftig:

Kill Google AMP before it KILLS the web

Wie anderer richtig schreibt:
It’s poisonous to the underlying concept of an open internet.

As I've said before the power of the web lies in its decentralization, it lies with its edge nodes – that is, with you and me

Bei beiden Links auf Englisch nachzulesen .. mehr kann ich grad nicht draus machen.

Das IOT-Problem

Fr, 12/05/2017 - 14:40

Den fefe finde ich widersprüchlich, aber es gibt wirklich gute Sachen.

Diese Folienserie zähle ich dazu - mein erweiterter subjektiver Untertitel "Wie Industrie, Regierungen gemeinsam mit Konsumenten das Netz ruinieren".

Die Perspektiven sind beschissen - erinnert mich an das parallele (und noch katastrophalere) Erleben mit der neoliberalen Politik insgesamt, zugspitzt bei der Außenpolitik.

rheinmetall-hauptversammlung 2017

Do, 11/05/2017 - 23:08

Devianzen listet höchst verdienstvoll die greifbaren Infos zur Rheinmetall-Hauptversammlung 2017 auf - durch mit viel Hirnschmalz vorbereitete Fragen! - Beifall!

einfache Bobachtung:

Do, 11/05/2017 - 23:03

It is quite telling about the restrictive political atmosphere of the US that Noam Chomsky is a frequent guest more in foreign mainstream media than in US mainstream media. mal wieder Angry Arab - simple Beobachtung, überwiegend treffend, ..

- nur, die "foreign Media" mit Chomsky sind nach meinem Eindruck auch nicht unbedingt "Mainstream" ..

Aber immerhin, hierzulande hat bei zumindest interessierten Kreisen Chomsky einen guten Namen (siehe z.B. actvism)

Kriegsgründe

Fr, 14/04/2017 - 23:11

Zum Ostermarsch holte sich B5-Aktuell bei mir etwas "Oton" - gut, aber halt nicht einfach da den "richtigen Ton" zu treffen.

Vorweg: Meine Erlebnisse mit BR-ReporterInnen sind durchweg sympathisch, sie können es nicht besser machen als ich es bringe ...

Als ich mch jetzt ca.5 sec. per Radio vernahm, bekam ich doch Skrupel ... zum Motto, Abrüsten bis Gerechtigkeit landete ich bei - Überraschung - Kriege haben wirtschaftliche Gründe. Für Radio vielleicht etwas zu abstrakt?

Da "tröstet" mich Peter Bürger mit dem Telepolis-Artikel "Warum Krieg" .. der ist für mich auf dieser Wellenlänge.

(was mir nun eigentlich wichtiger wäre: Die Bundesregierung ist für verheerende Entwicklungen verantwortlich und uneinsichtig ..)

Mal sehen, was morgen raus kommt.

Familiäre Weltpolitik ..

Mi, 12/04/2017 - 15:34

via fefe

zum Ostermarsch: siehe Plakat rechts ...

Pannen gibts immer

Mi, 05/04/2017 - 01:27

... bei mir sowieso.

In den bisherigen Ankündigungen zum "Ostermarsch Draußen" stand bzw. steht noch als Treffpunkt zur Zugabfahrt der "Holzkirchner Bahnhof".
Das ist natürlich Unsinn, alle Züge der BOB, auch die nach Tölz, fahren auf dem Starnberger Bahnhof (Gleis 27 - 36) ab.

Interessant, dass sich bisher niemand darum geschert hat, und wie lange die Verwechslung, der Irrtum ohne Widerspruch blieb!

- die meisten Leute wissen wohl eh wo sie hin wollen, egal wie der Ort dann heißt?

Linke Regierungen werden aus Prinzip erpresst

Di, 04/04/2017 - 01:44

Wieder mal ein "Lehrbuchbeispiel".

Es gibt einen "Linken" Ministerpräsidenten. Das Bundesland hat Stimme im Bundesrat.

Es gibt das Projekt der "Autobahnmaut" (vor allem) aus Bayern. Mittlerweile ist eine der Masken gefallen: es ist die strategische Vorbereitung auf die Privatisierung der Autobahnen (die andere Maske: die totale Überwachung aller Reisebewegungen). Ok, Autobahnen sind nicht meine Lieblingsinfrastruktur. Aber die Quasi-Privatisierung der Bahn mit allerlei Folgeschäden zeigt schon - mit volkswirtschaftlicher Vernunft hat das nichts zu tun.

Ok, und nun will das "linke" Bundesland gegen die Vorbereitung zur Autobahnprivatisierung stimmen.
Und dann werden sie ganz platt an den "Länderfinanzausgleich" erinnert - und plumps.

Wozu dann überhaupt in die Regierung, wenn man so leicht erpressbar ist?????

Griechenland in Deutschland oder wie ..

Nostalgie oder?

Di, 14/03/2017 - 21:19

Das ist ein Scan aus dem bayerischen "Verfassungsschutz"-Bericht 19821. Ich erinnere mich, damals kam ein Kollege ziemlich entsetzt zu mir, dass mein Name in dem Pamphlet auftauchte. Er hatte es auf dem Schreibtisch des Abteilungsleiters aufgeschlagen gesehen. Ich war damals bereits ziemlich immunisiert und eher verblüfft über die Nervosität des Kollegen.
Offiziell hab ich beruflich dazu nie etwas vernommen. Das Management hatte auch so alles im Griff, musste sich da keine großen Gedanken machen ...

oh, noch was, sehr feinsinnig: Michael Wendl steht bei "Es treten auf", nicht bei "Es sprechen" ..

  • 1. und deshalb wie der Bericht unbunt, das Plakat hatte schon Farbe

Noch 'n Zitat ...

So, 12/03/2017 - 21:58

"Erst wenn die Menschen von ihrem Computer aufstehen und raus auf die Straße gehen, werden sich Dinge grundsätzlich ändern." - Jeremy Scahill beim acTVism-Interview.

also .. raus zum Ostermarsch ...

Variante zum Ostermarschmotto

So, 12/03/2017 - 15:36

"Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt." Wilhelm Busch (1832-1908)

Das Zitat kam mir in den Sinn als Betrachtung zum diesjährigen Ostermarschaufruf:

Mit bewußtem "Mut zur Lücke" wurde in dem Text auch kein "klassischer Punktekatalog" aufgestellt, und auch die vielen Forderungen nach Alternativen werden nicht "offensiv" bedient:

Aber - es sollte klar sein: Wenn all die Übeltaten der Großen Politik (Kriege und so) einfach "ersatzlos" unterblieben, die Welt sähe besser aus. Und zwar sehr viel besser!

"der Krieg des Westens gegen die Welt"

Di, 28/02/2017 - 14:10

orig. "The West's War Against the World":

im Feuilleton finden sich manchmal Perlen, die sonst nicht so ins Bild passen:
http://www.deutschlandradiokultur.de/yash-tandon-handel-ist-krieg-der-we...

Der Artikel stellt das Buch vor, und ist jetzt ein Jahr alt, trotzdem:
Der Wirtschaftswissenschaftler Yasdh Tandon (geb. in Uganda) geht den Zusammenhängen in seinem Buch "Trade is War. The West´s War Against the World" (dt. Titel: "Handel ist Krieg") nach.

... Haben wir nicht unser ganzes Welt- und Menschenbild auf der Überzeugung begründet, dass wir – der Westen, Europa, Amerika – ,dass wir tüchtiger sind als andere und unseren Wohlstand also mit vollem Recht genießen?
 
"Handel ist Krieg", sagt Yash Tandon dagegen und blättert in gnadenlosem Stakkato die Belege hin: eine Jahrhunderte alte Geschichte von Unterdrückung und Ausbeutung. Der Sklavenhandel, die Opiumkriege, der Kolonialismus. Die Macht der globalen Konzerne, Monsanto, Cargill und Novartis, die Politik der Weltbank, die Ressourcenkriege um Gold, Eisen, Uran, Kaffee, Holz oder seltene Erden, die Demütigung durch Sanktionen, die künstliche Knappheit lebenswichtiger Güter, die Machenschaften der Kartelle, allen voran jene der Welthandelsorganisation WTO, in der für Tandon besonders viele Fäden zusammenlaufen.
 
"Die WTO ist definitiv keine demokratische Organisation. Die WTO ist eine wahre Kriegsmaschine."
und
"Dritte Welt"-Staaten durch Entwicklungshilfe geschwächt

noch eins
... Afrikanische Regierungen, geschwächt durch ihre Abhängigkeit von sogenannter Entwicklungshilfe, sind oft bereit, diese asymmetrischen und vollkommen unfairen Abkommen zu unterzeichnen. Vielleicht liegt es auch am 'Minderwertigkeitskomplex', dem Drang der 'kolonisierten Elite', die Anerkennung ihrer europäischen Mentoren zu suchen."

sind seine - richtigen! - Positionen (alle Zitate aus dem DR-Artikel)

ISBN 9783869950877 22.-€ Quadriga Verlag (Lübbe Verlagsgruppe) Köln 2016

SPD München: laßt alle Hoffnung fahren

Di, 21/02/2017 - 00:25
München unterwirft sich Microsoft – Laptop und Lederhose passen doch nicht zusammen

Es mag ein "Nebenkriegsschauplatz" sein, aber die Konzernhörigkeit der SPD ist nun auch kommunal in München erneut klar gemacht worden.

Neben der Entscheidung zum "Haus mit der Roten Fahne" im Münchner Westend (Link folgt sobald ich Zeit habe) werden weitere Punkte deutlich, wie sehr die "schwarz-rote Koalition" im Rathaus die Stadt zum Schlechten verändert.

Es gibt in München immer noch tolle kommunale Erfolge - die Stadtbibliotheken, die Stadteilprogramme des Kultureferats, das EineWeltHaus - oh, das wird auch unter Druck gesetzt, ein weiteres Beispiel wo die SPD ihren restlichen Kredit "wenigstens auf lokaler Ebene" verspielt.

Ziert Euch warm an, auch wenn meine Scheeglöckchen den Frühling ankündigen - politisch sieht es nach düsterem Herbst aus ...

Eugen Drewermann formuliert was Sache ist ..

So, 19/02/2017 - 20:09

Mit seinem Redebeitrag spricht Eugen Drewermann auf dem Marienplatz (Siko-Demo 18.2.2017) die notwendigen Positionen klar aus:

Leider haben nur die Menschen aus der "Kette" das life mitbekommen, Drewermann hatte Anschlußverpflichtungen und konnte die Demo (1h Verspätung) nicht abwarten ...

Carl Amery .. beängstigende Überlegungen

So, 12/02/2017 - 23:04

Ein Zitat von Carl Amery springt mir gerade ins Auge, der Text handelt von 1998 Fettschrift von mir:
"In seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche spricht Martin Walser am 11. Oktober von „Auschwitz als Moralkeule“. Es entbrennt nicht nur in den Medien eine heftige Diskussion. Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, bezeichnet Walser als „geistigen Brandstifter“, der die Sprache der Rechtsradikalen spreche. Carl Amery meint dazu: „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die ganze Sache relativ wenig interessiert, weil beide Herren von einem Begriff der Normalität ausgehen, der in Hinsicht auf das, was Hitler darstellt, von vornherein falsch ist. Die Sorte Barbarei, die Hitler angeboten hat, wird mit Sicherheit im nächsten Jahrhundert wieder angeboten werden. Wir müssen uns fragen, ob die Normalität, in der wir leben, uns darauf vorbereitet, damit umzugehen. Es wird dann nicht mehr um Juden gehen. Hitler war ein hundertprozentiger Darwinist. Sein Trick war, zu sagen, so arbeitet die Natur, und wir sind die Herrenrasse, die das zu verantworten hat. Die Standpunkte von Bubis und Walser wären leicht zu versöhnen, wenn man sich klar würde, dass die Hitler-Formel demnächst globalisiert wird. Das müßte auch Herrn Bubis klar sein. Nur: Wer diesen Antagonismus in den nächsten 30, 40 Jahren trägt, ist noch nicht klar. - (Abendzeitung vom 15. Dezember 1998)

Menschenfeindlich, so oder so ..

Fr, 03/02/2017 - 23:03

muß mich mal selbst zitieren, von da:

Das Trommelfeuer der Medien zu Trump und die Eiertänze der Bundesregierung haben einen vertrauten Zweck - verunsicherte Bürger sollen sich hinter "ihre" ach so rationale Bundesregierung scharen und dankbar jegliche Kritik einstellen - "wir sind die Guten". Die berechtigte Abscheu gegenüber Trumps Menschenfeindlichkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen - Europas regierende "Eliten" sind vordergründig etwas zivilisierter, aber in der praktischen Politik und Interessenvertretung nicht weniger menschenverachtend!

Also .. es ist wichtig, dass die Demos groß werden!

Siemens-Hauptversammlung - kritischer Aktionär!

Fr, 03/02/2017 - 10:44

Bericht beim Devianzen-Blog:
http://www.devianzen.de/2017/02/02/siemens-hv2017/
siemens-chef: „wer etwas zu verbergen hat, der sollte besser zuhause bleiben.“ – oder: vom „kampf gegen die dunklen mächte“

Nachlesen erlaubt ...

Draussen gleichzeitig:
"Während der Jahreshauptversammlung von Siemens protestierten AktivistInnen von Robin Wood am 01.02.2017 an der Olympiahalle:
http://blog.eichhoernchen.fr/post/Siemens-schert-sich-nicht-um-Menschenr...

mehr Hintergründe:
http://hondurasdelegation.blogspot.de/2017/02/gemeinsame-pressemitteilun...

Erdogans Gefangene sind auch die Gefangenen Merkels

Fr, 03/02/2017 - 10:36

Klare Stellungnahme von Sevim Dagdelen (Artikel für die jungeWelt).

Merkels Willfährigkeit gegenüber Erdogan ist eiskaltes Kalkül und rücksichtslose Interessenvertretung, auch wenn darüber Demokraten und Kurden zugrunde gehen. ... Es wäre falsch, diese Interessen auf den Deal gegen die Flüchtlinge zu reduzieren. Vielmehr soll die Türkei für deutsche Unternehmen ein Profitparadies bleiben. Der exorbitante deutsche Kapitalexport trug wesentlich mit zur Stützung des Systems Erdogan bei. Zudem ist das Land Deutschlands unsinkbarer Flugzeugträger und wird das nach Merkels Besuch auch bleiben. Denn bei allen Unstimmigkeiten wurde die enge Zusammenarbeit in der NATO beschworen. Gern kam man Erdogan auch mit einer Intensivierung der konkreten sicherheitspolitischen Zusammenarbeit entgegen. Parallel zu Merkels Besuch führten – wie der Zufall es will – deutsche Beamte genau darüber Gespräche in Ankara. Es bedarf keiner großen Phantasie, um zu wissen, wohin die Kooperation auf diesem Gebiet mit einer diktatorisch regierten Türkei führen wird. Das ist ein klares Signal Merkels, dass man das Erdogan-Netzwerk in Deutschland, das Kritiker bedroht und ausspioniert, keinesfalls zu zerschlagen gedenkt. Im Gegenteil ist man bereit, ihm von Fall zu Fall zur Hand zu gehen. ... Erdogans Gefangene sind auch die Gefangenen Merkels

Sevim Dagdelen spricht am 18.2. bei der Demo gegen die NATO-"Sicherheits"konferenz