SIKO Gegenaktionen München

Gegenaktionen

Pressemitteilung vom 5.2.2008 (3. Pressekonferenz)

5.2.2008

Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

c/o Friedensbüro, Isabellastr. 6, 80798 München

Pressemitteilung

Zur Vorgeschichte des inzwischen (d.h. danach) fixierten Wegs der Demonstration zum Odeonsplatz
und zum geplanten Programm

= Bericht von der Pressekonferenz des Bündnisses gegen die SiKo
= Ort/Zeit war: Dienstag, 5. Februar 2008, 11.00 Uhr im EineWeltHaus
= TeilnehmerInnen: Richard Forward, Manfred Mularzyk, Hagen Pfaff, Claus Schreer, Gerta Stählin

Auf ihrer dritten Pressekonferenz am 5.2.2008 im EineWeltHaus informierten fünf VertreterInnen des "Aktionsbündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz" über die geplanten Proteste und die inhaltlichen Schwerpunkte der Gegenaktionen.

Für die zentrale Großdemonstration gegen die Sicherheitskonferenz am Samstag liegt nach wie vor keine Genehmigung durch das Kreisverwaltungsreferat vor. Die vom Aktionsbündnis ursprünglich angemeldete Route Marienplatz - Residenzstr. - Odeonsplatz (Zwischenkundgebung vor der Residenz) - Ludwigstr. - Von-der-Tann-Str. - Altstadtring - Maximilianstr. - Max-Joseph-Platz (Abschlußkundgebung) war von den Behörden bereits bei einem Kooperationsgespräch am 21.1. nicht akzeptiert worden. Hauptgrund für die Ablehnung war eine Engstelle (3,90 m Fahrbahn- plus ca. 3 m Gehwegbreite) an der Ecke Max-Joseph-Platz/Residenzstr. Obwohl die OrganisatorInnen der Proteste diese "Gefahrenprognose" nicht nachvollziehen konnten, meldeten sie als Kompromiß eine geänderte Routenführung vom Max-Joseph-Platz über Perusa- und Theatinerstr. zum Odeonsplatz an. Das KVR verbot in einem Bescheid vom 4.2. jedoch auch diese Strecke und legte fest, daß der Demonstrationszug über das Tal, Isartor, Altstadtring, Von-der-Tann und Ludwigsstr. zum Odeonsplatz zu führen sei. Für die OrgansatorInnen ist dieser Streckenverlauf jedoch nicht akzeptabel. "Es ist unmöglich, eine Großdemonstration auf dieser Route von 2,5 km Länge innerhalb von 30 Minuten vom Marienplatz zum Odeonsplatz zu führen und dort rechtzeitig die angemeldete Kundgebung vor der Residenz zu erreichen", sagte Claus Schreer. Diese Kundgebung richtet sich gegen einen Staatsempfang des bayerischen Ministerpräsidenten für die KonferenzteilnehmerInnen im Kaisersaal der Residenz.

Der Bescheid des KVR führte folgende Hauptgründe für das Verbot der angemeldeten Route auf:

  • Durch den "Umschluß" der Residenz seien die Demonstranten in der Lage, sämtliche Transferrouten vom Bayerischen Hof in die Residenz gleichzeitig zu blockieren. Ein Ringschluß um die Residenz dürfe nicht realisierbar sein.
  • Durch eine "Belagerung" der Residenz bestünden konkrete Gefahren für die Theater, Gaststätten und Gewerbebetriebe um den Max-Joseph-Platz. Auch die Nutzung der dortigen Tiefgarage sei dann unmöglich.

Das Aktionsbündnis beschloß daher als letztes Kompromißangebot, auf die symbolische "Umzingelung" der Residenz vollständig zu verzichten und die Route zum Odeonsplatz erneut so zu ändern, daß sämtliche von den Behörden als problematisch eingestuften Orte vermieden werden. Am 4.2. wurde daher eine neue Route angemeldet, die vom Marienplatz über Wein- und Theatinerstr. zum Odeonsplatz führt, wo die Demonstration mit der Kundgebung vor der Residenz endet. Diese Strecke war vom KVR selbst in einem Schreiben vom 29.1. ins Gespräch gebracht worden.

"Mit dieser geänderten Strecke sind sämtliche im gestrigen Bescheid des KVR angeführten Ablehnungsgründe gegenstandslos." sagte Hagen Pfaff. "Wir haben uns erneut kompromißbereit gezeigt und aus unserer Sicht gäbe es keinen Grund für ein erneutes Verbot des angemeldeten Zugwegs. Wir sind daher zuversichtlich, daß die Behörden auf dieser Route einen geordneten Demonstrationszug zwischen den beiden Kundgebungsorten genehmigen werden." "Eine andere Strecke werden wir nicht akzeptieren.", sagte Manfred Mularzyk. "Wir haben das Recht dort zu demonstrieren, wo die Adressaten des Protestes dies auch zu Gehör bekommen." Im Fall eines erneuten Verbots der angemeldeten Route erwägen die OrganisatorInnen eine Klage vor den Verwaltungsgerichten.

Auch die Inhalte der Proteste wurden auf der Pressekonferenz thematisiert. Ein Schwerpunktthema der Sicherheitkonferenz wird die Verstärkung des Kampfeinsatzes der NATO in Afghanistan ein. Gerta Stählin sagte: "Das Aktionsbündnis lehnt eine Ausweitung dieses Kriegseinsatzes kategorisch ab und fordert den vollständigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan." Dick Forward kündigte an, daß das Munich American Peace Committee den Preis "Frieden aus Überzeugung" an den ehemaligen US-Soldaten Chris Capps verleihen werde, der nach einem Einsatz im Irak vor seiner Verschickung nach Afghanistan desertiert war.

Einen vollständigen Terminplan für die Aktionen gegen die Sicherheitskonferenz samt zahlreichen Materialien zum Protest finden Sie unter www.sicherheitskonferenz.de

Die zentralen Veranstaltungen im Überblick:

Freitag, 8.2.

- 13:30 Uhr: Satirische Jubeldemo ab Stachus
- 16:00 Uhr: Auftaktkundgebung auf dem Marienplatz
- 20:00 Uhr: Friedenskonferenz im Alten Rathaus (-> www.friedenskonferenz.info)

Samstag, 9.2.

- 16:00 Uhr: Hauptkundgebung
- 18:00 Uhr: Großdemo Marienplatz -> Odeonsplatz
- 18:30 Uhr: Abschlußkundgebung auf dem Odeonsplatz
- 21:00 Uhr: Konzert gegen Krieg im Feierwerk

Redebeiträge am Freitag:

- Bahman Nirumand, iranisch-deutscher Publizist
- Stephen Summers, Vietnamkriegsveteran und Friedensaktivist
- Andrea Licata, Institut für Friedensforschung an der Uni Triest
- Michael Hofmann, Legal Team Europe
- Sarah Seeßlen, Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Redebeiträge am Samstag:

- Ernesto Cardenal, nicaraguanischer Dichter und Befreiungstheologe
- Tobias Pflüger, Informationsstelle Militarisierung (IMI) und MdEP
- Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag
- Sevim Dagdelen, DIDF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine)
- Oruc Dapar, YEK-KOM (Föderation kurdischer Vereine in Deutschland)
- Ursel Quack, Interventionistische Linke
- Claus Schreer, Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Friedensehrung für Chris Capps, US-Deserteur

Kulturelles Rahmenprogramm ab 14 Uhr auf dem Marienplatz

An beiden Tagen außerdem u. a.
- Friedenslesung und
- Musik:
Lea-Won, Bushbayer, Die Ruam, Attac-Chor



Gewerkschaftliche Stimme zur Demo

Für alle, die gewerkschaftliche Stimmen zur Siko vermissen, hier als Beispiel die Seite der ver.di-Jugend Bayern:

jugend.bayern.verdi.de/aktionen/nato_sicherheitskonferenz_2008

Link inzwischen leider weg :(

Ausdrucken und ans Schwarze Brett im Betrieb ...


Route verboten, Auseinandersetzung geht weiter.

SIKO 2008
Heute ("Rosenmontag") kam der Auflagenbescheid vom Kreisverwaltungsreferat.

  • Die eigentliche Demonstrationsroute vom Marienplatz zum Odeonsplatz über Max-Josephs-Platz wurde verboten.
  • Die Kundgebungen am Marienplatz und am Odeonsplatz können stattfinden.

Strittig ist der Weg von A nach B ;-)

Also kein Grund, in der Mobilisierung zu bremsen - es gibt kein Verbot der Mobilisierung ;-)

Die rechtliche Würdigung steht noch aus, es gibt noch Alternativen für den Weg "Wir stellen uns quer".

Wir lassen uns jedenfalls nicht an der Nase herum auf die laange Tour über Tal, Isartor usw. weg vom Gelände führen, wo wir zu einem undefiniertem Zeitpunkt vielleicht mal zum Odeonsplatz kämen.

Wir wollen zeitnah am Odeonsplatz/bei der Residenz sein, das ist der Maßstab.

Morgen mehr.

Ach ja: Die ursprünglich vorgeschobene Engstelle spielt in der Argumentation keine Rolle mehr!

Außerdem: Heute, am 4. Februar publizierte die Polizei den diesjährigen Sperrplan zum Bayerischen Hof - praktisch unverändert zum Vorjahr.

Zur Demo heißt es dort lapidar: ... Ab ca. 18.00 Uhr führt ein Demonstrationszug vom Marienplatz voraussichtlich zum Odeonsplatz. Der genaue Zugweg steht derzeit noch nicht fest. ...


Stuttgart: Infoveranstaltung zu SiKo und Demobus

Zeit: 
06.02.2008 - 19:30

Stuttgart - Infoveranstaltung:

Mittwoch, 06. Februar 2008 um 19.30 Uhr

im Subversiv, Burgstallstr. 54, Stuttgart Heslach (Nähe Haltestelle Bihlplatz U1 & U14)

Buskarten
für die Busfahrt aus Stuttgart zur NATO-Sicherheitskonferenz
sind im Infoladen erhältlich (Burgstallstr. 54, Stuttgart Heslach, Nähe Haltestelle Bihlplatz, U1 & U14,
Geöffnet: Montag bis Freitag, 18 bis 20 Uhr und bei Veranstaltungen).
Kosten: 13,- Euro, wer weniger hat zahlt weniger.
Kontakt: aaas@gmx.de

Revolutionäre Aktion Stuttgart


Zum Stand der Aktivitäten gegen die NATO-Kriegstagung / 27.1.

Zum Stand der Aktivitäten gegen die NATO-Kriegstagung in München

(8./9. Februar 2008)

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird die Internationale Demonstration nicht in die Nähe des „Bayerischen Hofs“, dem Tagungsort der Kriegskonferenz, ziehen.

Der Veranstalter der SiKo, Horst Teltschik hat auf die vielfältigen Proteste der letzten Jahre reagiert, indem er der Konferenz das Motto „Frieden durch Dialog“ überstülpte. Eine Kriegskonferenz mit solch einem Slogan zu bedenken, das lässt sich an Scheinheiligkeit und Dreistigkeit nicht mehr überbieten. Seit 2005 wird jährlich eine „Friedensplakette“ vergeben. Ausgezeichnet damit wurden 2005 Kofi Annan, 2006 John McCain und 2007 Javier Solana. - Dieses groteske Schauspiel findet nun alljährlich im Rahmen eines Galadinners der Bayerischen Staatsregierung in der Münchner Residenz statt.

„In diesem Jahr geht die Friedensplakette an keine Einzelperson, sondern sie wird stellvertretend für alle Soldaten, die im Rahmen der NATO international Friedensdienst leisten, an einen kanadischen Soldaten verliehen werden“, sagte Teltschik auf seiner 1.Pressekonferenz.

Erklärtes Ziel des Aktionsbündnisses ist es deshalb in diesem Jahr, die Verleihung dieser sogenannten „Friedensplakette“ an einen der Günstlinge der Kriegsmafia zu stören, zu behindern und am besten natürlich zu verhindern.

Der offizielle Ablauf der SiKo 2008 ist noch nicht bekannt, in den Jahren zuvor war jedoch Samstags um 18:00 Uhr im Bayerischen Hof Schluss und um 20:00 Uhr ging es dann in der Münchner Residenz los. Deshalb war geplant, dass die Demonstration um 18:00 Uhr am Marienplatz beginnt und über die Diener- und Residenzstr. zum Odeonsplatz, in unmittelbare Nähe zur Residenz, führt. Dort befinden sich die relevanten Zufahrten für den Transfer der Kriegstreiber und dort wollen wir versuchen, unser Aktionskonzept „WIR STELLEN UNS QUER!“ praktisch umzusetzen. - (Einen Kartenausschnitt gibt es
auf sicherheitskonferenz.de.
)

Weiter angemeldet ist, dass die Demo um ca. 19.00-19.15 Uhr vom Odeonsplatz weitergeht, um die Residenz zu umrunden: Ludwigstraße, Von-der-Tann-Straße, FJS-Ring, den Ring weiter bis Maximilianstraße, über die Maximilianstraße zum Max-Joseph-Platz.

Streit um Demonstrationsroute

Am 21. Januar fand das erste Kooperationsgespräch mit dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) statt. Dabei hat das KVR die geplante Demoroute vom Marienplatz zum Odeonsplatz mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Laut KVR sei die Residenzstr. zu eng, weil dort die Fahrbahnbreite nur 3,90 m betragen würde. Der Vorschlag des KVR für eine Änderung der Demoroute (Marienplatz-Isartor-Ring-Von der Tannstr.-Ludwigstr.-Odeonsplatz) wurde vom Bündnis einstimmig abgelehnt - Dem KVR geht es ganz offensichtlich darum, dass die KonferenzteilnehmerInnen nicht mit den Protesten konfrontiert werden!

Das Bündnis hat deswegen am 24. Januar eine Ortsbesichtigung vorgenommen und dabei festgestellt und bildlich festgehalten, dass auf der Residenzstr. 8 DemonstrationsteilnehmerInnen bequem nebeneinander laufen können. Außerdem sind z.B. beim letzten „Christopher Street Day“ tausende Menschen mit riesigen Lautsprechertrucks durch die Residenzstr. gezogen.

Auf der Bündnis-Pressekonferenz vom 27. Januar wurden die VertreterInnen der Medien darüber informiert und es wurde klargestellt, dass die Begründung des KVR nicht ernsthaft dazu dienen kann, die Demoroute abzulehnen. Nachdem in den Münchner Zeitungen ausführlich darüber berichtet wurde, nahm das KVR Kontakt zum Anmelder der Demonstration auf, um eine alternative Route vorzuschlagen: Vom Marienplatz über die Wein- und Theatinerstr. zum Odeonsplatz.

Das Bündnis hat sich auf seinem letzten Treffen zu einem Kompromiss durchgerungen, auch um die eigene Bereitschaft zu einer Kooperation unter Beweis zu stellen. Angemeldet wurde nun eine Route vom Marienplatz über Diener-, Perusa- und Theatinerstr. zum Odeonsplatz. Die weitere Route wie bereits angemeldet.

Außerdem wurde in der Ummeldung der Route das KVR aufgefordert, den Raum für die Kundgebung auf dem Odeonsplatz zu vergrössern. Beim 1. Kooperationsgespräch wurde nämlich von Seiten des KVR ein „Sicherheitsabstand“ von 30 Metern zur Residenz verlangt. Dies würde bedeuten, dass lediglich ein Drittel des Odeonsplatzes für die Kundgebung zur Verfügung stehen würde. Die zu erwartenden mindestens 5000 TeilnehmerInnen hätten schlichtweg zu wenig Platz.

ERDOGAN kommt!

Eröffnet wird die diesjährige „Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik“ (8.-10.02.08) mit einem Redebeitrag des Ministerpräsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, zu den außen- und sicherheitspolitischen Interessen der Türkei. (www. securityconference.de, website des Veranstalters)

Die Schlüssselrolle, welche die Türkei laut Teltschik im Mittleren und Nahen Osten spielt, gleicht eher der Rolle eines Brandstifters. Es ist der NATO-Partner Türkei, der im bisher relativ ruhigen Norden des Irak, einen Angriffskrieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung führt. Die politische Verantwortung dafür trägt eindeutig die türkische Regierung unter Erdogan.

Erdogan als Hauptredner zur sogenannten „Sicherheitskonferenz“ einzuladen entlarvt einmal mehr, dass das Motto der Konferenz „Frieden durch Dialog“ schlichtweg gelogen ist. Der türkische Regierungschef ist noch nicht einmal zu einem Dialog mit der eigenen Bevölkerung bereit und setzt alleinig auf die militärische Karte, wenn es um den von ihm wieder angeheizten Konflikt in Kurdistan geht.

Das einzig Positive an Erdogan's Auftritt dürfte sein, dass seine Anwesenheit viele türkische und kurdische AktivistInnen mobilisieren wird.- Also auf nach München!

weitere Infos: no-nato.de (Link weg) und http://sicherheitskonferenz.de


»Den Kriegern auf die Pelle rücken«

Im knappen Junge-Welt-Interview mit Claus Schreer geht es um die Bezeichnung "NATO-Sicherheitskonferenz", um die Friedensmedaille (bzw. -plakette), und um das Aktionskonzept in diesem Jahr ...


JUBELDEMO

Zeit: 
08.02.2008 - 13:30

"Demo der etwas anderen Art"

13:30h Stachus Auftakt
14:00h Beginn der Demo

Sarkastischer Freuden-Umzug mit kapitalistischem Weißen Block
für mehr Krieg, Ausbeutung und totale Überwachung

Flyer PDF 248k, 2x A5


Wie schon im letzten Jahr wird die SDAJ auch dieses Jahr vor der Siko-Demo eine Jubeldemo veranstalten. Mit unseren ironischen Forderungen zum Beispiel nach mehr Überwachung oder Bundeswehreinsätzen im Inneren wollen wir die Forderungen unserer Politiker überziehen und klar stellen, für wie lächerlich wir sie halten. Dieses Jahr nehmen wir dabei die sogenannte „Sicherheitspolitik“ aufs Korn. Da dieses Jahr das neue Lieblingsobjekt der innerpolitischen Panikmache der sogenannte „Schwarze Block“ ist, werden wir den Wünschen unserer heiß geliebten Politiker folgen: als „white block“, also komplett in weiß gekleidet, werden wir demonstrieren für alles, was die Scharfmacher im Innenministerium freut: in unserem Aufruf fordern wir das, wovon sie träumen. Die Zusammenlegung von Polizei und Geheimdienst oder Bundeswehreinsätze im Inneren stehen ganz oben auf unserem ironischen Forderungskatalog.
Der wichtigste Punkt ist aber die Wiederbelebung einer alten Sitte:
Bücherverbrennungen! In deutschen Bibliotheken steht ein Buch, das die Sicherheit unserer schönen Heimat massiv gefährdet, da es die Leute zum Nachdenken (!) anregen soll. Gemeint ist „1984“; jenes krude Machwerk Georg Orwells, das versucht, Zustände, die in Deutschland längst normal sind, als „Überwachungsstaat“ zu diskreditieren!
Stattfinden wird die Demo am Freitag vor der Siko (8.12), Treffpunkt ist um 14:00 am Stachus. Kommt und bejubelt unsere Politiker, die immer nur das beste für uns wollen: mit 100%iger Sicherheit den Überwachungsstaat.



Auf die Strasse gegen Kriegstreiber

Wie jedes Jahr treffen sich am 9 Februar in München die Kriegstreiber dieser Welt. Scharfmacher in Militär und Politik treffen auf Waffenhändler, denen für genügend Geld keine Waffe zu abartig, kein Verbrechen zu menschenverachtend ist.
In aller Ruhe unterhalten sich dort die, die von den Kriegen dieser Welt profitieren. Sie tragen Mitschuld an den Gemetzeln dieser Welt, von Ruanda bis Sudan, vom Kongo bis Kosovo. Und genau das sprechen immer mehr Leute laut aus: die Proteste gegen diese Kriegskonferenz artikulieren sich jährlich in der größten antimilitaristischen Demo Deutschlands. Die Kriegstreiber jedoch weigern sich, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Ihr Metier sind Waffen, von Worten haben sie keine Ahnung. Und so verschanzen sie sich hinter leeren Worthülsen: sie würden ja versuchen, den Frieden zu sichern, sie lieferten ihre Waffen ja nur an „die Guten“. Doch der alte Name dieser sogenannten „Sicherheitskonferenz“ offenbart ihren wahren Charakter: gegründet wurde sie unter der Bezeichnung „Wehrkundetagung“. In Zeiten aber, wo aus Invasionen humanitäre Einsätze werden, aus Besatzungsmächten Schutztruppen und wenn Deutschlands Sicherheit am Hindukusch verteidigt wird, wird auch aus einer Militärtagung eine „Sicherheitskonferenz“...
Immer mehr Leute lassen sich von diesen Lügen nicht täuschen; immer mehr Leute sehen, dass die westliche Politik die Bürgerkriege dieser Welt nach eigenem Gutdünken lenkt und schürt. Und so demonstrierten letztes Jahr über 8000 Menschen gegen diese Tagung von Verbrechern mitten in München. Aber die Kriegstreiber haben längst begriffen, dass die Menschen ihre Lügen durchschauen.
Nun verschanzen sie sich hinter tausenden von Bullen, selbst die Bundeswehr wird jedes Jahr grundgesetzwidrig eingesetzt. Angeblich wären wir so gewalttätig, dass man die Welt vor uns beschützen müsse. Doch während bei den Demonstrationen der letzten Jahre noch nicht einmal eine Scheibe zu Bruch ging, zerstören die Teilnehmer dieser Konferenz zigtausende von Existenzen. Während wir nicht mal Steine werfen, werfen sie Bomben. Während wir friedlich protestieren, ermorden sie Tausende.
Diesmal werden sie sich nicht verschanzen können. Diesmal werden wir sie mit uns und unseren Forderungen konfrontieren. Denn genauso wie letztes Jahr soll auch heuer wieder nach der Tagung im Bayrischen Hof in der Residenz die „Friedensmedaille“ verliehen werden. Sich eine abartigere Veranstaltung vorzustellen, ist nicht möglich: Die Generäle, Kriegstreiber, Waffenhändler, Mörder dieser Welt verleihen eine Friedensmedaille. Dieses Spektakel können, dürfen wir nicht unkommentiert lassen: zu tausenden werden wir vor dem Haupteingang der Residenz stehen. Wenn sie hinein wollen, sollen sich wie die Ratten durch die Hintertür einschleichen müssen, so wie schon in Heiligendamm.Die SDAJ ist wieder mit einem eigenen Block an der Demo beteiligt. Einige der Künstler, die auf unserem Konzert in der selben Woche (siehe letzte Seite) spielen, werden bis zur Siko bleiben und auf unserem Lauti spielen. Aus dem ganzen Bundesgebiet werden SDAJler anreissen, um den Roten Block zu verstärken und zu helfen, sich den Kriegstreibern in den Weg zu stellen.
Wir werden da sein, und wir werden gegen diese Konferenz von Verbrechern ein Zeichen setzen, laut und eindrucksvoll:
NEIN ZU EUREM MILLIONENFACHEN MORD !! NEIN ZU KRIEGSTREIBEREI !! NEIN ZU FOLTER, TERROR UND UNTERDRÜCKUNG !!

JA ZU EINER WELT DER GLEICHHEIT, OHNE AUSBEUTUNG UND KLASSENGESELLSCHAFT, OHNE KRIEG UND LOHNSKLAVEREI !!
JA ZUM SOZIALISMUS !!


Die "Sperrzone": 2007, 2008

Im Vorjahr veröffentlichte die Polzei eine Grafik der "Sperrzonen" rund um den bayerischen Hof, den "Sperrplan". Zum "Mitdenken" für dieses Jahr vielleicht ganz nützlich. Die aktuelle Anmeldung liegt jedenfalls außerhalb des damaligen Sperrbereichs.

Update:
Am 4. Februar publizierte die Polizei den diesjährigen Sperrplan zum Bayerischen Hof - praktisch unverändert zum Vorjahr.

Zur Demo heißt es dabei lapidar: ... Ab ca. 18.00 Uhr führt ein Demonstrationszug vom Marienplatz voraussichtlich zum Odeonsplatz. Der genaue Zugweg steht derzeit noch nicht fest. ...

Die erwähnten Pläne in Originalauflösung:

2008 gibt es hier (PDF 1Mb)
2007 gibt es hier (PDF 1.5Mb)

Inzwischen: Die geplante Skizze der Demoroute


Tübingen: Mobilisierungsveranstaltung

Zeit: 
30.01.2008 - 20:00

Tübingen - "Mobilisierungshausbar":
* Mittwoch 30.1.2006
Auf zu den Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz in München!

... und Kartenverkauf für den Bus

Tübingen, Schellingstr. 6, Hausbar

Flyer (PDF 72k)

(Linksjugend)


Solikonzert gegen die NATO Sicherheitskonferenz

Zeit: 
09.02.2008 - 21:00

SIKO 2008

Bayerns größte ANTI-NATO-PARTY

  • im Feierwerk - OrangeHouse
  • open end (Einlaß: 20:00 Uhr)
  • 3 Bands
  • Soli-Eintrittspreis 7.-€

Traditionelles Solidaritätskonzert im Feierwerk - Überschüsse zugunsten des Aktionsbündnisses


Bands:
  • Skamplifier (Ska)
  • Steamy Dumplings (Ska)
  • Projekt Schwarz Rot-PSR (Punk)

ab 22 Uhr Disco 70's-2008


FEIERWERK Hansastr. 39-41, U4/U5 & S7 Heimeranplatz; Bus 131, N41 Hansastraße


Vorprogramm am Samstag

Zeit: 
09.02.2008 - 14:00 to 16:00

Marienplatz-Vorprogramm am Samstag - Aktionsbündnis


Anreise

Bus - Busse

Das wars für 2008 - bis zur nächsten Fahrt mit dem traditionellen "Reisebüro Frieden" ;-)

Dabei waren Busse aus Freiburg, Tübingen/Reutlingen, Karlsruhe, Stuttgart und Berlin (Thüringen?)
... und diverse Bahnfahrergruppen ...


Kundgebung zum Auftakt des Aktionswochenendes

Zeit: 
08.02.2008 - 16:00 to 19:00

Antikriegskundgebung

Marienplatz 16 Uhr

ausführlicheres Programm hier

Redebeiträge:

- Bahman Nirumand, iranisch-deutscher Publizist
- Stephen Summers, Vietnamkriegsveteran und Friedensaktivist
- Andrea Licata, Institut für Friedensforschung an der Uni Triest
- Michael Hofmann, Legal Team Europe
- Sarah Seeßlen, Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz



In den Städten gegen Militär

Das war ein Versuch 2008 - Update steht aus

Vicenza (ital.)
Gegen den US-Militärstützpunkt
Europäische Mobilisierung - "Von Vicenza nach Europa"
www contra-doxa com - kein Link mehr
Bukarest - Rumänien: Aktionen zum NATO-Gipfel 2008
euro-police.noblogs.org
nach der Kampagne gegen den Europäischen Polizeikongress in Berlin 29./30.1.2008 Webseite inzwischen Dauereinrichtung
"bloodywef.ch" (?)
Demo 19.1.2008 in Bern gegen das WEF von Davos (ok - nicht direkt gg. Militär ;-) s. a.



Mobilisierung

Wir wollen wieder viele werden - die Mobilisierung hängt von uns selbst ab:

Flugblätter
Die neuesten Versionen gibt es in der Regel im EineWeltHaus (Schwanthalerstr. 80), normalerweise im Eingangsflur, Stückzahlen evtl. 1./2. Stock.
Überregional: am besten hier herunterladen und selber kopieren! - siehe auch ...
Unterstützer
für den Aufruf werden weiter sehr gewünscht (sie kommen weiter auf die Webseite) - bitte auch Mund/Mail-Propaganda.
Die NATO-Sicherheitskonferenz hat einen internationalen Stellenwert, entprechend sind Unterstützergruppen überregional gefragt!
Damit verbunden oder zusätzlich:
Spenden
Das Konte steht hier links oben auf der Seite .. es fehlt noch Geld für Alles
Werben im Web ..
natürlich, macht Beiträge, so bald wie möglich! Bei Fragen -> Mail siehe unten
Veranstaltungen
sind auch angebracht (überall, nicht nur München). Selber machen! Derüber hinaus: Unterstützung für Referenten gibt es gerne - fragt ruhig
Plakate
und mehr sind da, aber auch Vorlagen zum Download;
Zeitungsflugblatt
Das bewährte "Zeitungsflugblatt" im Rotationsdruck großer Auflage ist fertig - gedruckt verfügbar ab 10. Januar! - Spenden sind nötig
Anreise
Viele Möglichkeiten, manche Erfahrung: Auch für die überregionale Beteiligiung - Anreise organisieren
Material verteilen
ja, nochmal: gebt Tips weiter, wo es nötig/lohnend ist!
...

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