Es war von Anfang an klar, daß die Kontroverse um die Rednerin des Antikapitalistischen Blocks nach der Demo nicht ausgestanden sein würde - dazu war der Knall zu groß. Ein Bündnis, jahrelang stabil und außergewöhnlich produktiv, natürlich immer wieder herausfordernd und anstrengend - und dann sowas.
Das Problem? Ein RAF-Promi verknüpft mit Inhalten meilenweit vom Aufruf-Konsens als Rednerin im eigentlich gemeinsamen Programm - das funktioniert nicht - es sprengt schlicht den Unterstützerkreis.
Der "Überbringer dieser Botschaft" - d.h. vor allem Claus Schreer - bekommt nun alle mögliche Kritik ab für den Inhalt dieser Botschaft - das ist ebenso gewöhnlich wie ungut, ändert aber nichts am Sachverhalt, den er klargestellt hat.
Von einigen der Szene wird "jetzt erst recht" beansprucht, so eine Rednerin zum "gemeinsamen Repertoire" zu zählen. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
Viele fragen sich natürlich, was da im ehemaligen Aktionsbündnis eigentlich los war. Normalerweise treten die praktischen Abläufe gegenüber den Inhalten hier auf der Seite zurück - jetzt aber besteht klar das Bedürfnis nach mehr Einblick, auch wenn es kein sehr erfreulicher ist. Hier also ..
eine wertende Darstellung der Abläufe zum Konflikt (PDF 95k).
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