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Massensterben im Mittelmeer: Farce statt Tragödie

Hintergrund.de - Lun, 20/04/2015 - 17:51

Von SEBASTIAN RANGE, 20. April 2015

In der Nacht zum Sonntag ist erneut vor der Küste Libyens ein Flüchtlingsschiff gekentert. Von über neunhundert Toten ist die Rede. Laut der Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, Carlotta Sami, ist es das „schlimmste Massensterben, das jemals im Mittelmeer gesehen wurde“. Täglich sterben Menschen im Mittelmeer auf ihrer Flucht nach Europa. Für Schlagzeilen sorgen dabei nur noch die sich in erschreckender Regelmäßigkeit ereignenden Katastrophen, bei denen auf einen Schlag hunderte Menschen ertrinken.

Wieder einmal sprechen Europas Politiker nun von einer „Tragödie“, die sich nicht wiederholen dürfe. Wieder einmal ist von einem „Versagen“ der

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MSNBC’s Joe Scarborough Pleads “Guilty” on Failing to Cover TPP Trade Pact

The Intercept - Engl. - Lun, 20/04/2015 - 17:50

MSNBC TV personality Joe Scarborough pled “guilty” to not giving the major Trans-Pacific Partnership trade deal enough coverage when I confronted him on the issue over the weekend.

I caught up with the Morning Joe cohost at the First in the Nation conference in Nashua, New Hampshire, a gathering of potential Republican presidential candidates and local activists. Scarborough spoke on stage about the importance of media diversity, encouraging his audience to listen to all sides of the ideological spectrum.

Afterwards, I asked about major-media coverage of the controversial and far-reaching Trans-Pacific Partnership. Transcript records show that NBC and MSNBC, with the exception of The Ed Show, has barely covered the TPP trade deal, even though it impacts 40 percent of the global market.

“There hasn’t been,” Scarborough said, laughing. “Richard Haas brought this up. He came on set. President of the CFR [Council on Foreign Relations]. He said he wanted to talk about this and I poked him and said, ‘C’mon, let’s talk about the new Star Wars trailer.’ So I’m laughing because you’re talking about that and I’ve gotta count myself sort of guilty on that front. But I do think we’re going to talk about it a lot more.”

Last week, Sen. Bernie Sanders, I-Vt., called on Hillary Clinton and other candidates to reject the deal. The news, Scarborough noted, would mean the networks would have to begin covering the issue.

In 1994, Scarborough, a former Republican legislator, said free trade deals were an important part of his bid for Congress. “I campaigned against NAFTA, I campaigned against GATT. I campaigned against it … When I ran, I was anti-NAFTA, baby.”

The Morning Joe cohost explained that policymakers must grapple with a myriad of issues presented by the TPP agreement. “I think it does put a lot of American workers at a disadvantage. I have no problem with free trade and I’m inclined for free trade but people have bowed at the altar of free trade as if it’s some sort of sacrosanct issue that you can never cross or never question. I just don’t believe in blind free trade,” he argued, citing stagnating wages for U.S. workers.

We also chatted about lack of coverage of MSNBC’s parent company Comcast and its takeover bid of rival Time Warner Cable, a merger of the nation’s largest and second largest cable companies. Transcripts show only a passing reference to the proposed deal during on a MSNBC Saturday morning political trivia program.

“I’m not a real expert on it so I don’t really know how it’s going to go down. I don’t know the issues of it. I think at the end of the day it’s going to be up to the regulators to see if that makes a lot of sense,” said Scarborough. “I do know this, as a guy who’s lived in Manhattan, most of the people in Manhattan aren’t broken hearted that Time Warner Cable might not be in charge of the Manhattan boxes any more. The service is pretty bad.”

Scarborough reasoned that because so many media outlet are now on the Internet, he’s not worried about concentrated media power. “If it were 20 or 30 years ago, I’d be worried about the squeezing of content. I’m just not worried about that now.”

Last week, I reported on hacked Sony emails revealing that despite a near broadcast media blackout of coverage of the TPP, media executives, including those from Comcast-NBC, have been closely engaged in lobbying for aspects of the agreeement.

Though Comcast’s television news networks have devoted little coverage to the TPP or the mega-merger with TWC, lobbying records show the firm has spent millions of dollars to influence policymakers on both issues.

Photo: Frederick M. Brown/Getty 

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Zeitgemäß, ansprechend, emotional (II)

German Foreign Policy - Lun, 20/04/2015 - 00:00
(Eigener Bericht) - Im Vorfeld des 60-jährigen Jubiläums der Bundeswehr huldigt die deutsche Kriegsmarine führenden NS-Offizieren. Zu den Geehrten zählt unter anderem Admiral Erich Raeder, der 1928 Chef der Marineleitung wurde und 1935 zum Oberbefehlshaber der deutschen Seestreitkräfte avancierte. Über ihn heißt es, er habe alle "Gleichschaltungsversuche" der NS-Führung "unbeschadet überstanden". Gänzlich unerwähnt bleibt, dass es sich bei Raeder um einen 1946 vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher handelt, der 1939 erklärt hatte, dem Nationalsozialismus mit "fanatischer Leidenschaft" anzuhängen. Auch der vom NS-Regime zum "Helden" verklärte U-Boot-Kommandant Otto Weddigen wird von der Bundesmarine ausgiebig gewürdigt. Weddigen, der während des Ersten Weltkriegs nicht nur gegnerische Kriegsschiffe, sondern auch zivile Handelsdampfer versenkte, ist für den Tod von mehr als 1.600 Menschen verantwortlich. Den deutschen Streitkräften gilt er dessen ungeachtet als "exzellenter Taktiker und Menschenführer, der trotz seiner Erfolge und Ehrungen stets bescheiden blieb".

Die Flüchtlings-Todesregion Nr. 1

German Foreign Policy - Lun, 20/04/2015 - 00:00
(Eigener Bericht) - Mehr als 1.000 Ertrunkene binnen zehn Tagen sind das jüngste Resultat der deutsch-europäischen Flüchtlingsabwehr im Mittelmeer. Allein am gestrigen Sonntag kamen mutmaßlich 700 Menschen zu Tode, als ihr Boot auf dem Weg nach Europa kenterte. Nach dem Höchststand von 2014, als mindestens 3.500 Flüchtlinge die Überfahrt in die EU nicht überlebten, zeichnet sich für 2015 bereits jetzt eine neue Rekordzahl an Todesopfern ab. Ursache für das Flüchtlingssterben ist seit Jahren, dass Berlin und die EU mit der Hochrüstung der Grenze Flüchtlinge rücksichtslos auf immer gefährlichere Fluchtrouten abdrängen. Zudem hat die EU letzten Herbst auf deutschen Druck eine Seenot-Rettungsmission in eine Abschreckungsoperation der Grenzbehörde Frontex umgewandelt, weshalb in Seenot geratene Flüchtlinge jetzt kaum noch Chancen auf Rettung haben. Während es vor allem in den Staaten Südeuropas heißt, die EU müsse nun endlich wieder zur Seenot-Rettung übergehen, fordert Berlin eine weitere Verschärfung der tödlichen Abschreckung: Man müsse den "Schlepperorganisationen das Handwerk" legen, wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zitiert.

Die Verantwortlichen ..

Amazonas-Box/Frieden-etc. - Dom, 19/04/2015 - 22:08

"Frau Merkel, Herr Steinmeier und Herr De Maiziere, wir machen Sie persönlich für den immer wiederkehrenden massenhaften Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer verantwortlich. Denn Sie tun nichts, um den vermeidbaren Tod von Menschen zu verhindern."

schreibt der Lawblogger, und er hat Recht. Ein Flugzeugabsturz - das kann man kaum verhindern. Aber die gewollten (!) Toten unter den Flüchtlingen?

Auch ein deutscher Beitrag: Junge Afrikaner werden mit deutscher Hilfe zu Solaten ausgebildet. Ach, das ist es, was Afrika braucht, noch mehr Söldnerarmeen?

(siehe auch www.imi-online.de/2015/03/23/die-neue-afrika-politik-der-brd-update )

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23. ISW-Forum

Stop G7 - Elmau 2015 - Dom, 19/04/2015 - 10:39

Der Aufstieg des Südens – Umbruch in der globalen Machtverteilung?

China hat die USA bereits als stärkste Volkswirtschaft der Welt
(nach Kaufkraftparitäten) überholt. Unter den ersten zehn Ländern
befinden sich fünf Schwellenländer. Diese fünf weisen ein höheres
Volkseinkommen aus als die fünf führenden Länder der alten Metropolen.
Im Jahr 2030 wären die Schwellenländer noch weiter vorne.

+ Nimmt der “alte Westen” diesen Epochenbruch hin oder wird er
seine ganze Macht einsetzen, um die Transformation aufzuhalten und
umzukehren?
+ Wie weit nähert er sich dabei dem Einsatz militärischer Mittel
auch in höchster Dimension?
+ Welche Chancen haben die Länder des Südens, die neoliberalen
Maximen der Weltwirtschaft zu verändern?
+ Inwieweit können sie sich selbst lösen von neoliberalen Konzepten?

Referent/innen:
Conrad Schuhler; G7 und der Umbruch der Weltordnung – vor neuen
Weltordnungskriegen?
Jörg Goldberg; Die Emanzipation des Südens – Neuerfindung des
Kapitalismus?
Anna Ochkina (Moskau); Niedergang des Neoliberalismus – die
BRICS-Länder als Kern einer alternativen Weltordnung?
Walter Baier (Wien); Europas Rolle bei der globalen Neugestaltung
Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen.
Moderation: Leo Mayer

www.isw-muenchen.de

Infoveranstaltung zum G7 Gipfel in Elmau

Stop G7 - Elmau 2015 - Dom, 19/04/2015 - 10:15

Im Sommer 2015 treffen sich die Staatschefs von Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA zum G7-Gipfel im Schloss Elmau in Bayern. Unter dem Schutz von Polizei und Militär wollen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen nach Außen Geschlossenheit demonstrieren und medienwirksam die Durchsetzung ihrer gemeinsamen Interessen organisieren.Wie bei den vergangenen Gipfeltreffen werden tausende Menschen gegen das Treffen protestieren und ihren Widerstand auf die Straße tragen.

Bei der Informationsveranstaltung soll es um den Hintergrund des G7 Gipfels und dessen Akteure gehen. Auch gibt es aktuelle Neuigkeiten zu den geplanten Protestaktivitäten.

Achtet auf weitere Ankündigungen!

http://www.revolutionaere-aktion.org/component/eventlist/details/195-infoveranstaltung-zum-g7-gipfel-in-elmau?Itemid=247

Info-Abend zum G7-Gipfel

Stop G7 - Elmau 2015 - Dom, 19/04/2015 - 10:12

Am Dienstag, dem 21.4., findet ab 19.30 Uhr im Rosenheimer “Z”, Innstr. 45a, ein Informationsabend zum Treffen der sog. “G7″-Staaten statt, das Anfang Juni in Schloss Elmau abgehalten wird.

Auf Einladung der Attac-Gruppe Rosenheim referiert am 21.4. Walter Listl, Publizist und Mitarbeiter des Instituts für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung (ISW) München, über den G7-Gipfel, dessen kritische Gegenbewegung, die seit Monaten an einem Programm für friedliche Proteste arbeitet, sowie die Kampagnen, diese Gegenbewegung zu erschweren und in Misskredit zu bringen.

Zur Zeit planen die G7-Kritiker, teils in München, teils vor Ort in Garmisch-Partenkirchen, Alternativgipfel, Demonstrationen, Sternmarsch, eine Lesung “Gegenstimmen”, Camps und Aktionen. Zu den Demonstrationen werden mehrere zehntausend Menschen erwartet. Neben zahlreichen Organisationen, darunter Gewerkschaften, Stiftungen, Parteien, Friedens-, Umwelt-, Künstler- und kirchlichen Gruppen, beteiligen sich sowohl das ISW als auch Attac an den Vorbereitungen, z.B. zum Alternativgipfel, zu dem am 3. und 4. Juni auch internationale Gäste erwartet werden, darunter Jean Ziegler (früher UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung; Bücher “Der Aufstand des Gewissens”, 2011; “Wir lassen sie verhungern”, 2012).

Die Treffen der Regierungschefs großer Industrienationen haben seit 1975 Tradition, um informell über Fragen internationaler Politik und Wirtschaft zu beraten. Kritiker bemängeln dabei den Ausschluss von Entwicklungs- und Schwellenländern und 2015 auch Russlands, die fehlende Legitimation, die Aussperrung der Zivilgesellschaft, die hohen Kosten für die Steuerzahler (ca. 100 Mio. Euro pro Gipfel) und dass Probleme wie Klimawandel, globale Armut, Militarisierung, Wirtschaftskrisen, Ressourcenverknappung und Flüchtlingskatastrophen von den G7-Staaten eher verstärkt als gelöst werden.

Zusätzliche Informationen:
Der Eintritt ist frei!

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